Lychen-Nachrichten

Auf  dieser Seite sollen unregelmäßig aktuelle Nachrichten über Lychen stehen, insbesondere Nachrichten vom Aktionsbündnis Stadthafen, ebenso von der Wählergruppe "Schön Hier - Gemeinsam für Lychen".

 

In der Neuen Lychener Zeitung (NLZ) finden Sie weitere weitere Informationen,

ebenso im lesenswerten Blog des Lycheners Joachim Hantke.


Öffentliche Termine im Alten Kino Lychen - jeweils 18.30 Uhr:


11.6. Hauptausschuß

25.6. SVV

 

 

Wiederbelebung der 50-Seen-Bahn?

 

Ende Winter 1996 – die Schließungspläne für die Bahnstrecke Fürstenberg-Templin waren gerade bekannt geworden – machte der Geschäftsführer des Fußgängerverbandes FUSS e.V. Bernd Herzog-Schlagk das Projekt Zukunft: Die „50-Seen-Bahn“ öffentlich.  Dieses beinhaltete, eine Regionalbahnlinie RB 64 von Berlin Lichtenberg über Oranienburg, Fürstenberg nach Templin zu führen, mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen. Damit wäre die Linie Fürstenberg-Templin direkt an Berlin angebunden (wie schon in der Historie). Von den Bahnhöfen dieser Strecke wären ca. 50 Seen fußläufig (max. 3km) zu erreichen. Der uckermärker Teil der Kleinseenplatte würde somit vor Berlins Haustür rutschen. Es wurde damals vorgeschlagen, daß Projekt vernünftig durch die einheimische Tourismusbranche und einen Bahnbetreiber zu vermarkten (BSB Brandenburger-Seen-Bahn GmbH).

 

In Lychen wehrte sich die SVV mit einem einstimmigen Beschluß gegen die damals drohende Streckenschließung. Insbesondere der Ökostadt e.V. setzte sich für das Konzept der 50-Seen-Bahn ein, publizierte darüber und führte einige Jahre eine demonstrative Radtour Berlin-Lychen-Berlin mit diesem Ziel durch.

 

Die Streckenstillegung, die Entwidmung derselben sowie deren Verkauf konnten nicht aufgehalten werden. Die damals bereitstehenden Mittel für die Streckensanierung waren nicht abgerufen worden. Mittlerweile gehört die Strecke der Erlebnisbahn.de GmbH, die darauf die Draisine betreibt. Dadurch liegen zumindest ein Großteil der Gleise noch.

 

Vor dem Hintergrund, daß der Landkreis Uckermark die Anbindung Lychens an den Bahnhof Fürstenberg deutlich verschlechtert hat und bisher keine Bereitschaft besteht, diese Verschlechterungen rückgängig zu machen, ist es nötig, über Alternativen nachzudenken. Noch nötiger wird das, wenn wir die drohende Klimakatastrophe vor Augen haben. Der Menschheit bleiben vielleicht noch 3 Jahre, um eine grundlegende Umsteuerung vorzunehmen und somit das Schlimmste zu verhindern. Alternativen liegen seit Jahrzehnten auf dem Tisch, im Bereich Verkehr haben gerade die deutschen Autokonzerne (die immer wieder auch die Chefs der DB AG stellen) bisher eine grundlegende Verkehrswende verhindert.

 

In anderen Bundesländern (z.B. Rheinland-Pfalz, Niedersachsen…) werden seit Jahren Bahnstrecken und Bahnhöfe reaktiviert. Es wird Zeit, daß Brandenburg seine Hausaufgaben macht. Die Grünen und die CDU im Landtag haben interessante Konzepte vorgelegt. Erstere haben ein Gutachten für landesbedeutsame Buslinien erstellen lassen. Eine der Linien (Neuruppin-Rheinsberg-Fürstenberg/Neustrelitz) könnte auch für uns interessant sein, wenn der Abschnitt Rheinsberg-Fürstenberg im Stundentag über Lychen bis Feldberg verlängert würde. Für die Linie 517 würde dann der Abschnitt Lychen-Templin reichen. Dies wäre eine kurzfristig realisierbare Alternative.

 

Die CDU hat eine Entwicklungsstrategie für den Schienenpersonenverkehr in Berlin und Brandenburg in Auftrag gegeben. Diese zielt in die richtige Richtung, nämlich die deutliche Verbesserung und Ausweitung desselben u.a. mit einem neuen Linienkonzept. Die Anbindung an die Zentren soll deutlich verbessert und die Taktung erhöht werden. Die Verwirklichung dieser Vorschläge würde eine wesentliche Verbesserung für viele Menschen in Brandenburg bringen. Allerdings haben wir wenig davon, für Fürstenberg soll es keine Verbesserungen geben, an das Thema Aktivierung von stillgelegten Strecken wurde sich überhaupt nicht gewagt. Eine 50-Seen-Bahn ermöglicht den Halbstundentakt zwischen Fürstenberg und Berlin. Aus Richtung Templin-Lychen wäre eine attraktive Anschlußgestaltung nach Richtung Neustrelitz in Fürstenberg möglich. Da ich öfters mal in Fürstenberg stehe, um Richtung Lychen zu trampen, habe ich eine Vorstellung davon, wie viele aus der Uckermark kommend Richtung Neustrelitz pendeln.

 

Eine 50-Seen-Bahn hat viele Hürden zu überwinden. So muß überhaupt die Möglichkeit bestehen, den Teilabschnitt zwischen Fürstenberg und Templin zurückzukaufen. Ein Planfeststellungsverfahren muß erfolgen, um die Strecke wieder für den Bahnverkehr zu widmen. Eine umfangreiche Sanierung mit dem Ziel Ausbau auf 80km/h und Reparatur zweier Brücken ist nötig. Hinzu kommen die Querungen zweier Bundesstraßen, die Bahnhofseinbindungen in Fürstenberg und Templin und der Neubau von Bahnhöfen bzw. Haltepunkten… Mit der in Aussicht stehenden Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Templin-Joachimsthal wäre eine geschlossene Streckenführung Berlin-Fürstenberg-Templin-Eberswalde-Berlin möglich, daß Projekt müsste dann allerdings 80- oder 100-Seen-Bahn heißen. Wie bekommen wir diese Vorstellungen in die Köpfe und dann in die Realisierung?

 

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche (Che Guevara).

 

 

 

T. Held

 

Weißes Damwild um Lychen

 

 

 

Schon kurze Zeit, nachdem ich 2000 nach Lychen zog, sah ich meine erste weiße Hirschkuh in der Nähe des Eichhofes bei Rutenberg. In den folgenden Jahren konnte ich ab und an eine einzelne weiße Hirschkuh in einem größeren Damwildrudel beobachten. Vor einigen Jahren wurde eine weiße Hirschkuh bei einer Treibjagd zwischen Hasselförde und Rutenberg erschossen. Dieser Abschuß war in der Jagdgesellschaft nicht erwünscht. Der betreffende Jäger mußte als „Strafe“ einen  Kasten Bier ausgeben.

 

In den letzten Jahren gab es sowohl eine weiße Hirschkuh sowie einen weißen Damhirsch, die häufig in der Umgebung des Eichhofes beobachtet werden konnten. Ich hatte mehrere beeindruckende Begegnungen mit diesen Tieren. Nicht wenige Einwohner waren fasziniert vom weißen Damwild, gerade für Stammurlauber entwickelte dieses sich zu einer Touristenattraktion. Beide Tiere wurden bei einer Treibjagd am 2.12.2017 im Naturschutzgebiet Klapperberge getötet. Ich war entsetzt, als ich davon hörte. Ich fühlte mich sehr an die Erzählung „Der weiße Dampfer“ von Tschingis Aitmatow erinnert. Dieser hat dort der weißen Maralhirschkuh, der „gehörnten Hirschmutter“ ein Denkmal gesetzt. Achtlosigkeit, Gier, Anmaßung führten hier wie da dazu, daß diese Tiere gejagt wurden.

 

Weiße Tiere stehen bei uns nicht unter besonderen Schutz, wie unser Stadtförster auf meine diesbezügliche Frage bei der letzten SVV ausführte. Allerdings galten diese sowohl bei unseren Vorfahren, egal ob Slawen oder Germanen sowie bei allen naturverbundenen Völkern auf der Welt als heilig. Weiße Tiere gibt es in fast jeder Tierart und heißen korrekt Tiere mit Albinismus. Weiße Tiere faszinieren die Menschen seit jeher. Sie sind Attraktionen und gelten als Glücksbringer. Ein weißer Buckelwal vor der australischen Küste genießt besonderen gesetzlichen Schutz. Weiße Eichhörnchen haben in einer US-Stadt in Illinois Vorrang vor dem Autoverkehr. Auch bei uns schießen viele Förster und Jäger diese Tiere nicht. Klaus Borrmann, in der Uckermark aufgewachsener Förster (Forstamt Lüttenhagen, Weiterentwicklung der Heiligen Hallen, Entwicklung des Paradiesgartens, Initiator des Jugendwaldheims Steinmühle und des Waldmuseums Lüttenhagen), sagt dazu in seinen Lebenserinnerungen: „In einen traditionellen Förster- und Jägerhaushalt groß geworden, war mir der behutsame und nachhaltige Umgang mit den Schätzen der Natur regelrecht anerzogen wurden… Auffällige Seltenheiten im Naturhaushalt galten, so sie uns bekannt waren, als kostbare Heiligtümer.“ (zitiert aus Labus Sonderheft 24).

 

Es gibt immer mehr Menschen, die keinen Bezug zur Natur und zu einem achtungsvollen Umgang mit ihr haben. Dementsprechend sieht unser schöner Planet derzeit aus.

 

Während einer Fahrt mit dem ICE Ende Oktober saß ich zufällig neben Prof. Succow, einem der Väter des Nationalparkprogrammes der DDR. So kam ich endlich dazu, ihm persönlich für die Unterschutzstellung u.a. der Feldberg-Lychener-Seenlandschaft zu danken. Und wir sprachen über die Mängel dieser Schutzgebiete, die vor allem eine naturschutzgerechte Land-, Forst- und Jagdwirtschaft betreffen. Mehr war damals leider nicht durchsetzbar und ist es bis heute nicht.

 

Zum Abschluß noch einige Worte von Klaus Borrmann: „Trotzdem ist Naturschutz auf der ganzen Fläche aus meiner Sicht für den Gesamthaushalt der Natur wenigstens so wichtig, vielleicht noch wichtiger, wie ein Fünfprozentflickenteppich von wenigen Schutzgebieten mit einem Totalschutz“. 

 

 

 

T. Held

 


Kürzungen beim Busverkehr gehen in die Verlängerung

 

Seit dem ersten Bekanntwerden der Kürzungspläne protestieren insbesondere wir Lychener dagegen. U.a. haben wir die 4 in dem Zeitraum stattfindenden Kreistagssitzungen besucht, zweimal sogar eine Kundgebung vor dem Kreistag organisiert. Es gab viele fachlich fundierte Stellungnahmen. Dieses Jahr konnten die Kommunen zum neuen Fahrplan Stellung nehmen. In Falle Lychens ist diese Stellungnahme weitestgehend ignoriert wurden. Die Fahrplanlage wurde für 3 Sommermonate 2018 geringfügig verbessert, bleibt aber weit von dem entfernt, was wir hier als dringend nötig erachten.

 

Bei folgenden Anschriften seid Ihr / sind Sie mit dem Thema betreffenden Beschwerden an der richtigen Adresse:

 

Herr Dietmar Schulze

 Kreisverwaltung Landrat
Karl- Marx- Straße 1, 17291 Prenzlau

 Telefon: 03984 70-1001

 Fax: 03984 704099

 E-Mail: landrat@uckermark.de

 

Herr Bernd Brandenburg

Kreisverwaltung Uckermark 1. Beigeordneter
Karl-Marx-Straße 1, 17291 Prenzlau

Telefon: 03984 70-1101

Fax: 03984 704199

E-Mail: dezernat-1@uckermark.de

 

Kreistag UckermarkKarl-Marx-Straße 1, 17291 Prenzlau

Telefon: 03984 70-1009

Fax: 03984 704099

E-Mail: kreistag@uckermark.de

 


Offener Brief  vom 22.11.2016 betreffs der Kürzungen beim Busverkehr    in der Uckermark

 

Sehr geehrter Herr Landrat Dietmar Schulze, sehr geehrter Herr Dezernent Bernd Brandenburg,

 

an der Bevölkerung und den Kommunen vorbei kürzen Sie den Nahverkehr ab 11.12. uckermarkweit. Während die neuen Verbindungen bundesweit z.B. unter www.bahn.de schon eine Weile abrufbar sind, erfahren die Kommunen (Lychen am 21.11.16) und die Bevölkerung erst vom neuen Fahrplan, wenn alle Messen schon gesungen sind. Das ist zutiefst undemokratisch und intransparent. Auch auf einen offenen Brief aus Lychen haben Sie inhaltlich nicht reagiert. Dessen Argumente sind also nicht widerlegt. Für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung, die touristische und wirtschaftliche Entwicklung Lychens sind Ihre Entscheidungen eine Katastrophe.

 

Für mich und meine Firma sind die geplanten Einschnitte fatal. Ich selbst nutze überwiegend den ÖPNV und bin regelmäßiger Busfahrer. Dabei erlebe ich, daß die Auslastungszahlen zunehmen. Gerade vergangenes Wochenende (November!) berichteten mir Gäste, daß der Kleinbus der Firma Schween (der ja bald nicht mehr fahren soll), bis auf den letzten Platz (18) belegt war, sie kaum noch hineinkamen. Zugleich bin ich touristischer Anbieter, auf unseren Hof befinden sich neben mehreren Ferienwohnungen auch ein Café, ein Bioladen, ein Filzatelier. Unsere Übernachtungsgäste reisen zu ca. 50% mit dem ÖPNV an. Dies hat auch damit zu tun, daß wir gezielt eine Anreise ohne Auto bewerben. Dies ist nun nicht mehr möglich. Hauptan- und abreisetage sind Sonnabend in der Hochsaison, ansonsten Freitag und Sonntag. Nun sind das die Tage, die am meisten von den Kürzungen betroffen sind. Das ist das Gegenteil von Wirtschaftsförderung – hier wird durch Sie Wirtschaft kaputtgemacht. Ein Bus, der dreimal täglich fährt, ist wie nicht mehr vorhanden. Er ist nicht wirklich nutzbar. Sie schneiden uns u.a. von den 1,8 Millionen Berlinern, die Haushalten ohne Auto leben, ab. Ist Ihnen der Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Kommunen so egal?

 

Seit Jahren setze ich mich für den ÖPNV ein und engagiere mich ehrenamtlich für eine attraktive Fahrplangestaltung. Ich bin auch einer der Mitinitiatoren des Naturparkbus Feldberg –Lychen.  Diesen jetzt trotz steigender Auslastung (und das allen Widrigkeiten zum Trotz) sang- und klanglos einzustellen, heißt, der Landkreis hat kein Interesse an touristischer Förderung, an nachhaltiger Entwicklung. Der Titel nachhaltige Tourismusregion gehört der Uckermark spätestens jetzt wieder aberkannt.

 

 

Im Kreistag und im gestrigen Schreiben an unsere Bürgermeisterin haben Sie die Kürzungen mit zu geringer Auslastung begründet. Dann machen Sie doch bitte die Zahlen transparent, wann wurden wieviel Personen auf welcher Buslinie gezählt?  Laut den Busunternehmen Schween, welches die 3 betroffenen Buspaare am Wochenende seit Jahren fährt, gab es seit mindestens 3 Jahren am Wochenende keine Zählungen. Und wieso streichen Sie Rufbusse (wie Richtung Eichhof 501, Retzow 511 und Templin 517), die doch sowieso nur bei Bedarf fahren?

 

 

Ich erwarte von Ihnen, daß Sie die uckermarkweiten Kürzungen rückgängig machen. Gemeinsam (Landkreis + Kommunen + Bürger…) sollten wir uns die Zeit nehmen, attraktive ÖPNV-Angebote zu schaffen. Für Lychen sollte das z.B. heißen, Zweistundentakt auf der Linie 517 – auch nach Templin, zwischen Mai und September Stundentakt, Naturparkbus im Anschluß zu attraktiveren Fahrzeiten als bisher – eventuell unter Einbindung Boitzenburgs, Einbindung der Ortsteile…

 

 

Was halten Sie davon: 2017 bei der frühzeitigen Vorstellung und Diskussion des neuen Fahrplanes gibt es kein großes Erschrecken, sondern Jubel. In der Zeitung war zu lesen, der Uckermark geht es finanziell gut. Es gibt also keinen mir bekannten Grund, diese Vision nicht wahr werden zu lassen.  

 

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und informiere Sie gleichzeitig darüber, daß ich diesen Brief öffentlich mache.

 

Mit freundlichen Grüßen Thomas Held

 


Offener Brief der Wählergruppe "Schön Hier - Gemeinsam für Lychen"   an den Kreistag Uckermark

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Wochen protestieren viele Menschen uckermarkweit gegen die nun in Kraft getretenen Fahrplanänderungen (Kürzungen der Verkehrsleistungen) beim öffentlichen Busverkehr. Die Reaktionen der Verwaltungsspitze des Landkreises sind beschämend. Schreiben, wie das der Stadt Lychen vom 13.10.2016, werden nicht beantwortet. Eine Einladung zur SVV Lychen wird ausgeschlagen. Das durch Finanzdezernent Brandenburg auf der Kreistagsitzung am 7.12. angebotene Gespräch mit touristischen Leistungsträgern der Stadt war nicht ernst gemeint. Denn wie sonst ist seine Antwort auf die Terminanfrage zu bewerten, dass dieses Jahr keine Zeit mehr ist und er nur mit der Vorsitzenden des Tourismusvereins sprechen will (welche gleichzeitig unsere Bürgermeisterin ist)? Offensichtlich haben da einige Verantwortliche nicht begriffen, dass Sie Ihre Funktion für die Bürger ausüben. Wir bitten Sie in Ihrer Funktion als Kreistagsabgeordnete darauf zu achten, dass die Verwaltung bürgernah und transparent handelt. Und wenn die Verantwortlichen nicht zu uns kommen, werden wir zu ihnen kommen.

 

Sie sind in den vergangenen Wochen mit vielen fehlerhaften bis ganz falschen Aussagen zum Thema konfrontiert wurden. Wir möchten hier wenigstens einiges richtigstellen, denn nur grundlegende Informationen von allen Seiten bieten die Basis für gute Entscheidungen. Öffentliche Aussagen durch den Landrat Herr Schulze und/oder Dezernent Herr Brandenburg aus den letzten Wochen stehen im folgendem fettgedruckt:

 

„Der Nahverkehrsplan wird sehr gut erfüllt bzw. übererfüllt.“ Bei der Erarbeitung dessen, sind wesentliche Hinweise aus Lychen (ja, die gab es entgegen der Aussage der Verwaltungsspitze) nicht eingearbeitet worden. So fehlt in diesen z.B. die Bedeutung, die die Anbindung an Fürstenberg sowohl für die Daseinsvorsorge als auch für den Tourismus hat. Wie Sie auf der letzten Kreistagsitzung hörten und nachlesen können, ist der Übergang vom Individualverkehr zum öffentlichen Verkehr zu fördern. Glauben Sie wirklich, das geschieht durch Einschränkungen der Verkehrsleistungen?  

 

„Die Auslastung der Busse ist zu niedrig.“ Laut Aussage des UVG-Chefs Böhme gegenüber Lychener Vertretern nach der letzten Kreisausschusssitzung steigt die Auslastung der Busse seit Jahren. Das erfahren auch die Busnutzer unter uns, gerade auf dem Abschnitt Fürstenberg-Lychen der Linie 517. Hierzu einige Zahlen (Wochenende) allein aus der letzten Fahrplanwoche. 3.12. (Sa) Vormittag ca. 40 Personen im Bus nach Fürstenberg, 10.12. (Sa) Mittag 10 Personen Richtung Fürstenberg, 16 Personen Richtung Lychen. Hätten wir geahnt, dass bei einer gut funktionierenden Buslinie Kürzungen statt der erwartete Ausbau geplant sind, hätten wir im Jahresverlauf Zählungen organisiert. Wenn Herr Brandenburg behauptet, es fahren zu wenig Menschen in diesen Bussen (wie es mit weniger Bussen mehr Nutzer werden sollten, sollte er mal erklären), so bitten wir Sie, belegbare Zahlen von ihm einzufordern. Wann wurden wie viele Personen in den betreffenden Bussen gezählt? Wir vermuten, dass die Linie 517, Abschnitt Lychen-Fürstenberg zu den Top 10 der bestausgelasteten Linien in den Altkreisen Templin und Prenzlau zählt. Dabei ist das Potential der Linie 517 bei weitem nicht ausgereizt. Hier fehlen die Einbindung wichtiger Pendlerzüge, die Anbindung an Templin (gerade am Wochenende), Feldberg und touristischer Einrichtungen im Umland.

 

„Die Daseinsvorsorge ist gesichert.“ Wenn seit dieser Woche Menschen aus Lychen Arzt-, Amts- oder andere Termine am Vormittag in Templin haben, bedeutet das jetzt stundenlange Wartezeit, da zwischen 9.10 Uhr und 13.10 Uhr kein Bus mehr zurück fährt. Ein Ticket von Lychen nach Berlin kostet genau so viel wie  ein Ticket von Fürstenberg nach Berlin. Daraus ergeben sich viele Chancen für volle Busse. Auch gibt es in Lychen zunehmend Menschen, die aus den verschiedensten Gründen kein Auto fahren. Für diese ist es elementar, einen gut ausgebauten ÖPNV nutzen zu können. Wesentlich dabei ist die Anbindung an den Bahnhof Fürstenberg und damit an den Großraum Berlin. Der Abbau von ÖPNV-Leistungen führt dazu, dass Menschen Lychen verlassen und die städtische Entwicklung stagniert.

 

„Die Touristen nutzen die Busse, die dann noch fahren.“ Dazu haben Sie ja schon einige Argumente auf der letzten Kreistagsitzung gehört, die wir hier nicht wiederholen wollen. Vor einigen Jahren wurde trotz Protesten am Wochenende die Fahrten im Ostabschnitt der Linie 517 (Templin-Lychen) auf 3 Linienbuspaare reduziert (ähnlich wie jetzt seit einigen Tagen auf dem Westabschnitt vollzogen). Die Folge, seitdem meiden Touristen diese Linie. Sie wird weder als Bahnanbindung in Templin noch für touristische Ausflüge genutzt. Es ist z.B. nicht mehr sinnvoll möglich, am Wochenende mit dem Bus einen Ausflug zur Naturtherme in Templin zu machen. Das wurde vor dem Einschnitt oft genutzt. Touristen, die auf den ÖPNV angewiesen sind oder diesen nutzen wollen, werden sich gut erreichbare Erholungsorte aussuchen. Lychen gehört seit dem letzten Wochenende nicht mehr dazu. Dies alles geschieht vor den Hintergrund, dass wir zunehmend Touristen aus den alten Bundesländern und anderen Staaten haben, bei denen der Anteil der ÖPNV-Nutzer besonders hoch ist.

 

„Für den Naturparkbus (NPB) besteht kein Bedarf.“ Ist-Zahlen, durch Zählungen im vergangenen Sommer ermittelt, bilden nicht den Bedarf ab. Zählzettel wurden bei den Fahrern selten gesehen. Vom Fahrkartenverkauf sind durch die Anerkennung von VBB-Tickets (z.B. Seniorenticket, Schülerferienticket) keine Ist-Zahlen ableitbar. Der NPB krankte unserer Meinung nach an ganz anderen Dingen: Hinhaltetaktik bei den Finanzierungszusagen durch den Landkreis, ungünstige Fahrplanlagen (um Kosten zu sparen), schleppende bis nichtvorhandene Mängelbehebung bei den beteiligten Busunternehmen, fehlende Tarifkenntnis bei Fahrern aus MV, die zu Diskussionen und Beschwerden durch die Fahrgäste führten… Jetzt hat der Landkreis leichtfertig die Konzession für den Mecklenburg-Abschnitt der Strecke aufgegeben.

 

Wir haben folgende Forderungen:

 

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie einfordern, für die mehr bewilligten Gelder auch mehr Fahrplanleistungen zu erhalten. Wie sollen wir z.B. mit den Nachbarkreisen sinnvoll verhandeln, wenn diese jetzt wie die Oberhavel Verkehrsgesellschaft mehr Geld für weniger Busse zahlen müssen?

 

Wir fordern, dass noch vor den Weihnachtsferien (Hochsaison) zum alten Fahrplan zurückgekehrt wird.

 

Wir fordern, dass die ständigen Reduzierungen des Nahverkehrs ein Ende haben und wir gemeinsam den Ausbau desselben planen.

 

Wir fordern, dass ganzjährig werktags die Züge 7.11 Uhr ab Fürstenberg, 16.45 Uhr und 18.45 Uhr ankommend in Fürstenberg an den Busverkehr nach Lychen angebunden werden. Nur dann können wir die Pendler zurückgewinnen. Schauen Sie sich bitte den neuen, schon wieder nichtausreichenden großen Parkplatz am Bahnhof Fürstenberg an. Und sehen Sie die vielen Fahrzeuge mit UM- und MST-Kennzeichen (letztere häufig aus der Feldberger Region).

 

Wir fordern die Einführung des Stundentaktes zwischen Fürstenberg und Lychen, vorerst von Mai bis September. Stündlich wechselnd sollten die Busse im Zweistundentakt bis Templin bzw. Feldberg weitergeführt werden (erste Fahrplanentwürfe sind vor Ort erarbeitet). Perspektivisch könnte sich daraus ein UM/MST-Shuttle entwickeln, z.B. Fürstenberg-Lychen-Feldberg-Fürstenwerder-Woldegk-Prenzlau-Boitzenburg-Templin-Lychen-Fürstenberg sowie Gegenrichtung. Wir werden uns für Zuschüsse an den ÖPNV aus touristischen kommunalen Einnahmen einsetzen.

 

Wir fordern, im Anschluss an die Hauptbuslinien ein besseres und flexibleres Rufbussystem (wie es andere Landkreise vormachen) aufzubauen. So kann z.B. beim Rufbus zum Eichhof dass sowieso durchfahrene Rutenberg mit eingebunden werden, auf Grund der dort in den letzten Jahren neuentstandenen Ferienobjekte wie dem ReHof und der Feriensiedlung am Kronsee.

 

Wir regen an, sich nicht an schlechten Beispielen (Prignitz) sondern sich an beispielhaften Nahverkehrslösungen zu orientieren. Z.B. am Schwarzwald, der ein kurabgabenbasiertes gut funktionierendes Nahverkehrssystem aufgebaut hat, welches zum Umstieg auf dem ÖPNV einlädt. Wir brauchen nicht in die Ferne schweifen. Mit der Marke „PlusBus“ hat der VBB ein Konzept entwickelt, welches das Ziel hat, den Busverkehr in Brandenburg effektiver zu gestalten. Dabei wurden schon einige Erfolge erzielt. Wir regen an, die Linie 517 so zu gestalten, dass sie diese Qualitätsstandards erfüllt und in die Kategorie „PlusBus“ aufgenommen wird.  Auch die erfolgreiche Installation der Burgenlinie im strukturschwachen Fläming sollte ein ein Vorbild sein.

 

Wir werden uns in Lychen, aber auch uckermarkweit dafür einsetzten, eine ÖPNV-AG bzw. einen Nahverkehrsrat zu initiieren. Dieser sollte sich aus Bürgern, Vereinen, Tourismus- und Wirtschaftsvertretern, Verwaltung, Verkehrsunternehmen… zusammensetzen. Ziel sollte sein, mit Fachkompetenz einen effektiven Ausbau des ÖPNV zu begleiten.

 

Wir erwarten bis spätestens 31.01.2017 eine deutliche Verbesserung der ÖPNV-Anbindung Lychens sowie eine konstruktive Antwort auf unsere Hinweise, Vorschläge, Forderungen. Wir werden präsent bleiben, auch wenn Ihre Sitzungen in Prenzlau meist nicht mit dem ÖPNV erreicht werden können. Wir werden lauter werden, wenn an der Abhängung Lychens vom ÖPNV festgehalten wird. Wir werden uns bemühen, uns uckermarkweit mit weiteren Betroffenen zu vernetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Wählergruppe Schön Hier – Gemeinsam für Lychen

 

Fraktion Schön Hier – Gemeinsam für Lychen (SVV Lychen)

 


 

Notizen aus der Kommunalpolitik 20.3.2018

 

 

 

Das Planungsbüro mediamare hatte von der Stadt den Auftrag bekommen, eine Nutzungskonzeption für den geplanten Stadthafen zu erstellen sowie dessen Wirtschaftlichkeit zu untersuchen (NLZ berichtete). Am 21.2. fand im Alten Kino ein Werkstattgespräch „Stadthafen Lychen“ statt. Dieses war öffentlich, parallel dazu gab es persönliche Einladungen (entsprechend dieser Liste hat mediamare im Vorfeld Interviews geführt). Aufschlußreich, wer nicht eingeladen wurde, z.B. einige Mitglieder der Lenkungsgruppe (das Leitgremium der Stadt zur Umsetzung des Tourismuskonzeptes), der Vorsitzende und die Geschäftsführerin des Tourismusvereins, ein Großteil der Einwender im Planfeststellungsverfahren… Die meisten der anwesenden kritischen Geister verließen diese schwer erträgliche Veranstaltung vorzeitig und nahmen somit auch an dieser Punkteverteilung (für bzw. gegen diese Hafenvariante) nicht teil. Zumal da einer möglichen Manipulation Tür und Tor geöffnet waren, als ich ging, hatte ich ein ausgeglichenes Bild in Erinnerung, kam leider nicht auf die Idee, ein Foto zu machen. Als Wählergruppe haben wir auswertend folgenden Beitrag in der SVV am 26.2. verlesen:

 

„Das Werkstattgespräch war eine Farce, da die Beteiligung der Bevölkerung ans Ende des Prozesses gesetzt wurde, wo an der Planung nichts mehr zu rütteln ist. Aber genau diese Planung ist das Problem und führt dazu, dass viele Menschen den Hafen so nicht umgesetzt haben wollen. Mit der Suggestivfrage „wer will einen Hafen“ wird das eigentliche Problem nicht erfasst. Die Frage „wer will diesen Hafen“ hätte ein ganz anderes Stimmungsbild ergeben.

 

Der Ex-BM konnte es auch vergangenen Mittwoch nicht unterlassen neben den gewohnten rüpelhaften Benehmen eine seiner Lügen zu wiederholen: die Stadtverordneten hätten den Hafen so beschlossen. Ich halte hier den einzigen für die konkrete Planung relevanten Beschluss in den Händen, gefällt von 5 anwesenden HA-Mitgliedern am 23.05.2005, nichtöffentlich unter den TOP: Auftragsvergabe Planungsleistungen. Informiert wurde die Öffentlichkeit über diese Vergabe und die damit verbundene Konsequenz (Hafenbecken und Mole) in den folgenden fast 5 Jahren nicht. Ca. 6 Wochen zuvor hatten 4 Planungsbüros in einer Bauausschusssitzung ihre Entwürfe vorgestellt, darunter deutlich preiswertere mit Steganlagen.

 

Herr Dörnfeld von mediamare sagte am Mittwoch, dass Steganlagen am GPG-Gelände nicht genehmigungsfähig wären. Woher er diese Weisheit hat, sagte er allerdings nicht. Denn geprüft wurde das nicht. Aus den Protokollen des EÖT ist hingegen zu entnehmen, dass die Naturschutzverbände eine Steganlage akzeptieren würden. Die Vertreterin des WSA äußerte Bedenken wegen der nun geplanten Hafeneinfahrt und dem damit verbundenen Konfliktpotential.

 

Die Grundfrage lautet doch, bauen wir den planfestgestellten Hafen oder nicht. Denn gerade die 3 Hauptproblemfelder der Hafenplanung sind durch den ganzen Prozess trotz aller Hinweise und Kritik mit geschliffen wurden. Das sind die Mole mit den Gebäuden darauf (die Breite würde sich schnell erübrigen und die Kosten dadurch sinken, wenn die Gebäude separat stehen), das Hafenbecken sowie der Parkplatz an der Stelle, wo jetzt noch Bäume stehen und nicht sinnvollerweise dort, wo jetzt bereits Parkplatz ist.

 

Wir werden uns nicht daran beteiligen, dieses Hafenprojekt auf zu hübschen und mit Ideen zu füttern. Wir werden weiter unseren Wählerauftrag folgen, diese Hafenplanung hier nicht Wirklichkeit werden zu lassen. Wir sehen es als unsere Pflicht an, diese Hafenplanung kritisch zu begleiten, insbesondere die vorzulegenden Zahlen auf Glaubwürdigkeit zu prüfen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Bevölkerung Lychens endlich wirklich beteiligt wird, nämlich indem sie mittels eines Bürgerentscheides über die Umsetzung dieser Hafenplanung abstimmt.

 

Genau die Leute, die dafür gesorgt haben, dass bisher 370.000€ ausgegeben wurden, dass der Planungsprozess intransparent ablief und die Bevölkerung außen vorgelassen wurde, sagen jetzt, es gibt keine Alternative, jetzt haben wir so viel Geld ausgegeben, jetzt müssen wir auch weitermachen. Seit 8 Jahren wird dieses Scheinargument genutzt, und jedes Jahr ist die ausgegebene Summe höher. Es gibt immer eine Alternative. Und der Verantwortung, dass so viel Geld vielleicht umsonst ausgegeben wurde, müssen sich die Geldausgeber selber stellen. Und nicht die Verantwortung auf andere abwälzen.

 

Wir können gut verstehen, dass manche große Hoffnungen an den Hafen hängen, dass manche ihn als ihr Projekt, ihr Baby betrachten, ihr Herzblut reingeben. Wir verstehen, dass Ihr daran festhaltet. Wir bitten Euch aber auch zu verstehen, dass hier einiges falsch gelaufen ist und dass dadurch der Hafen auf den Prüfstand gehört.“

 

Es folgten die erwartbaren Reaktionen der CDU, das Abstreiten des offensichtlichen (es wurde alles immer beschlossen und die Bürger waren beteiligt) – dabei könnten die Damen und Herren Stadtverordneten sich ganz einfach im städtischen Archiv von der Richtigkeit unserer Aussagen überzeugen. Der nichtöffentliche Hauptausschußbeschluß von 2005 wurde als der Hafenbeschluß im Planfeststellungsverfahren eingereicht, ganz einfach, weil es keinen anderen zur konkreten Planung gab. Und wer die Protokolle aller öffentlichen Sitzungen von Mai 2005 bis zur Veröffentlichung der Planung im Frühjahr 2010 liest, wird erstaunt sein, wie diese 5 Jahre aus geballter Nichtinformation über das Projekt bestand. Und es gab schon überhaupt keine Aussage, was da eigentlich geplant wird. Und natürlich soll ich – Thomas Held – jetzt Schuld haben, daß die Stadt so viel Geld für den Hafen ausgeben musste. Die Verdrängungsleistung einiger ist einfach beachtlich über ihre eigene Rolle bei diesen nachprüfbaren Fakten.

 

Am Anfang der Legislaturperiode haben wir fraktionsübergreifend Unstimmigkeiten der Hafenfinanzen untersucht, zahlreiche Unregelmäßigkeiten gefunden und entsprechende Fragen an den damaligen Bürgermeister gestellt. Von den Antworten hat ihn bisher seine Krankheit befreit. Sollte Herr Klemckow seine Ankündigung wahr machen, im kommenden Jahr bei der Kommunalwahl zu kandidieren, gibt es doch noch die Möglichkeit für Bürger und Stadtverordnete, diese Antworten einzufordern. Alle Fraktionen haben diese Papiere, aus denen u.a. Geldausgaben für den Hafen bei fragwürdiger bis gegenteiliger Beschlußlage bzw. durch mit Falschinformation herbei geführten Beschlüssen hervorgehen.

 

Auf der SVV ließ die Bürgermeisterin die Katze aus dem Sack, die Stadt könnte auf Grund der positiven Haushaltslage 2019-2021 jährlich 200.000€ für den Hafen einzustellen, wenn die Stadtverordneten da mitgehen (keine Sorge, das werden sie mehrheitlich). Ende dieses Jahres werden wir fast 400.000€ für den Hafen ausgegeben haben, d.h. jetzt werden schon 1 Millionen € Eigenmittel eingeplant. Da hätten wir den Alternativvorschlag des Aktionsbündnisses ohne die zusätzlich anvisierten 2,4 Millionen € Fördermittel realisieren können. Die jetzt in die längerfristige Finanzplanung eingestellten Zahlen für den Hafen haben allerdings bisher keine belastbare Grundlage. Bisher vorliegende Zahlen sind unvollständig, nicht mehr aktuell, streckenweise ist die Kostenermittlung mit grundlegenden Fehlern behaftet. Was passiert, wenn die Kosten deutlich höher werden als jetzt gedacht? Was passiert, wenn der Hafen über Jahrzehnte ein Zuschußgeschäft bleibt und die Stadt Betriebskosten und Instanthaltung nicht mehr tragen kann? Geht’s dann den Stadtwald an den Kragen? Welche Belastungen müssen die nächsten Generationen tragen?

 

Um diese Generationen von einer weiteren Last zu befreien, wird sich Lychen hoffentlich in der nächsten SVV auf Initiative unserer Fraktion zur pestizidfreien Kommune erklären. Während der letzten Bauausschusssitzung führte der Stadtförster aus, dass im Stadtwald und durch den Bauhof bereits seit über 20 Jahren pestizidfrei gewirtschaftet wird, das soll jetzt auch auf den übrigen kommunalen Flächen übernommen werden.

 

 

 

T. Held