Lychen-Nachrichten

Auf  dieser Seite sollen unregelmäßig aktuelle Nachrichten über Lychen stehen, insbesondere Nachrichten vom Aktionsbündnis Stadthafen, ebenso von der Wählergruppe "Schön Hier - Gemeinsam für Lychen".

 

In der Neuen Lychener Zeitung (NLZ) finden Sie weitere weitere Informationen,

ebenso im lesenswerten Blog des Lycheners Joachim Hantke.


Öffentliche Termine im Alten Kino Lychen - jeweils 18.30 Uhr:


27.8. Bauausschuß

3.9. Finanzausschuß

17.9. Hauptausschuß

8.10. SVV

 

 

Wiederbelebung der 50-Seen-Bahn?

 

Ende Winter 1996 – die Schließungspläne für die Bahnstrecke Fürstenberg-Templin waren gerade bekannt geworden – machte der Geschäftsführer des Fußgängerverbandes FUSS e.V. Bernd Herzog-Schlagk das Projekt Zukunft: Die „50-Seen-Bahn“ öffentlich.  Dieses beinhaltete, eine Regionalbahnlinie RB 64 von Berlin Lichtenberg über Oranienburg, Fürstenberg nach Templin zu führen, mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen. Damit wäre die Linie Fürstenberg-Templin direkt an Berlin angebunden (wie schon in der Historie). Von den Bahnhöfen dieser Strecke wären ca. 50 Seen fußläufig (max. 3km) zu erreichen. Der uckermärker Teil der Kleinseenplatte würde somit vor Berlins Haustür rutschen. Es wurde damals vorgeschlagen, daß Projekt vernünftig durch die einheimische Tourismusbranche und einen Bahnbetreiber zu vermarkten (BSB Brandenburger-Seen-Bahn GmbH).

 

In Lychen wehrte sich die SVV mit einem einstimmigen Beschluß gegen die damals drohende Streckenschließung. Insbesondere der Ökostadt e.V. setzte sich für das Konzept der 50-Seen-Bahn ein, publizierte darüber und führte einige Jahre eine demonstrative Radtour Berlin-Lychen-Berlin mit diesem Ziel durch.

 

Die Streckenstillegung, die Entwidmung derselben sowie deren Verkauf konnten nicht aufgehalten werden. Die damals bereitstehenden Mittel für die Streckensanierung waren nicht abgerufen worden. Mittlerweile gehört die Strecke der Erlebnisbahn.de GmbH, die darauf die Draisine betreibt. Dadurch liegen zumindest ein Großteil der Gleise noch.

 

Vor dem Hintergrund, daß der Landkreis Uckermark die Anbindung Lychens an den Bahnhof Fürstenberg deutlich verschlechtert hat und bisher keine Bereitschaft besteht, diese Verschlechterungen rückgängig zu machen, ist es nötig, über Alternativen nachzudenken. Noch nötiger wird das, wenn wir die drohende Klimakatastrophe vor Augen haben. Der Menschheit bleiben vielleicht noch 3 Jahre, um eine grundlegende Umsteuerung vorzunehmen und somit das Schlimmste zu verhindern. Alternativen liegen seit Jahrzehnten auf dem Tisch, im Bereich Verkehr haben gerade die deutschen Autokonzerne (die immer wieder auch die Chefs der DB AG stellen) bisher eine grundlegende Verkehrswende verhindert.

 

In anderen Bundesländern (z.B. Rheinland-Pfalz, Niedersachsen…) werden seit Jahren Bahnstrecken und Bahnhöfe reaktiviert. Es wird Zeit, daß Brandenburg seine Hausaufgaben macht. Die Grünen und die CDU im Landtag haben interessante Konzepte vorgelegt. Erstere haben ein Gutachten für landesbedeutsame Buslinien erstellen lassen. Eine der Linien (Neuruppin-Rheinsberg-Fürstenberg/Neustrelitz) könnte auch für uns interessant sein, wenn der Abschnitt Rheinsberg-Fürstenberg im Stundentag über Lychen bis Feldberg verlängert würde. Für die Linie 517 würde dann der Abschnitt Lychen-Templin reichen. Dies wäre eine kurzfristig realisierbare Alternative.

 

Die CDU hat eine Entwicklungsstrategie für den Schienenpersonenverkehr in Berlin und Brandenburg in Auftrag gegeben. Diese zielt in die richtige Richtung, nämlich die deutliche Verbesserung und Ausweitung desselben u.a. mit einem neuen Linienkonzept. Die Anbindung an die Zentren soll deutlich verbessert und die Taktung erhöht werden. Die Verwirklichung dieser Vorschläge würde eine wesentliche Verbesserung für viele Menschen in Brandenburg bringen. Allerdings haben wir wenig davon, für Fürstenberg soll es keine Verbesserungen geben, an das Thema Aktivierung von stillgelegten Strecken wurde sich überhaupt nicht gewagt. Eine 50-Seen-Bahn ermöglicht den Halbstundentakt zwischen Fürstenberg und Berlin. Aus Richtung Templin-Lychen wäre eine attraktive Anschlußgestaltung nach Richtung Neustrelitz in Fürstenberg möglich. Da ich öfters mal in Fürstenberg stehe, um Richtung Lychen zu trampen, habe ich eine Vorstellung davon, wie viele aus der Uckermark kommend Richtung Neustrelitz pendeln.

 

Eine 50-Seen-Bahn hat viele Hürden zu überwinden. So muß überhaupt die Möglichkeit bestehen, den Teilabschnitt zwischen Fürstenberg und Templin zurückzukaufen. Ein Planfeststellungsverfahren muß erfolgen, um die Strecke wieder für den Bahnverkehr zu widmen. Eine umfangreiche Sanierung mit dem Ziel Ausbau auf 80km/h und Reparatur zweier Brücken ist nötig. Hinzu kommen die Querungen zweier Bundesstraßen, die Bahnhofseinbindungen in Fürstenberg und Templin und der Neubau von Bahnhöfen bzw. Haltepunkten… Mit der in Aussicht stehenden Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Templin-Joachimsthal wäre eine geschlossene Streckenführung Berlin-Fürstenberg-Templin-Eberswalde-Berlin möglich, daß Projekt müsste dann allerdings 80- oder 100-Seen-Bahn heißen. Wie bekommen wir diese Vorstellungen in die Köpfe und dann in die Realisierung?

 

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche (Che Guevara).

 

 

 

T. Held

 

Weißes Damwild um Lychen

 

 

 

Schon kurze Zeit, nachdem ich 2000 nach Lychen zog, sah ich meine erste weiße Hirschkuh in der Nähe des Eichhofes bei Rutenberg. In den folgenden Jahren konnte ich ab und an eine einzelne weiße Hirschkuh in einem größeren Damwildrudel beobachten. Vor einigen Jahren wurde eine weiße Hirschkuh bei einer Treibjagd zwischen Hasselförde und Rutenberg erschossen. Dieser Abschuß war in der Jagdgesellschaft nicht erwünscht. Der betreffende Jäger mußte als „Strafe“ einen  Kasten Bier ausgeben.

 

In den letzten Jahren gab es sowohl eine weiße Hirschkuh sowie einen weißen Damhirsch, die häufig in der Umgebung des Eichhofes beobachtet werden konnten. Ich hatte mehrere beeindruckende Begegnungen mit diesen Tieren. Nicht wenige Einwohner waren fasziniert vom weißen Damwild, gerade für Stammurlauber entwickelte dieses sich zu einer Touristenattraktion. Beide Tiere wurden bei einer Treibjagd am 2.12.2017 im Naturschutzgebiet Klapperberge getötet. Ich war entsetzt, als ich davon hörte. Ich fühlte mich sehr an die Erzählung „Der weiße Dampfer“ von Tschingis Aitmatow erinnert. Dieser hat dort der weißen Maralhirschkuh, der „gehörnten Hirschmutter“ ein Denkmal gesetzt. Achtlosigkeit, Gier, Anmaßung führten hier wie da dazu, daß diese Tiere gejagt wurden.

 

Weiße Tiere stehen bei uns nicht unter besonderen Schutz, wie unser Stadtförster auf meine diesbezügliche Frage bei der letzten SVV ausführte. Allerdings galten diese sowohl bei unseren Vorfahren, egal ob Slawen oder Germanen sowie bei allen naturverbundenen Völkern auf der Welt als heilig. Weiße Tiere gibt es in fast jeder Tierart und heißen korrekt Tiere mit Albinismus. Weiße Tiere faszinieren die Menschen seit jeher. Sie sind Attraktionen und gelten als Glücksbringer. Ein weißer Buckelwal vor der australischen Küste genießt besonderen gesetzlichen Schutz. Weiße Eichhörnchen haben in einer US-Stadt in Illinois Vorrang vor dem Autoverkehr. Auch bei uns schießen viele Förster und Jäger diese Tiere nicht. Klaus Borrmann, in der Uckermark aufgewachsener Förster (Forstamt Lüttenhagen, Weiterentwicklung der Heiligen Hallen, Entwicklung des Paradiesgartens, Initiator des Jugendwaldheims Steinmühle und des Waldmuseums Lüttenhagen), sagt dazu in seinen Lebenserinnerungen: „In einen traditionellen Förster- und Jägerhaushalt groß geworden, war mir der behutsame und nachhaltige Umgang mit den Schätzen der Natur regelrecht anerzogen wurden… Auffällige Seltenheiten im Naturhaushalt galten, so sie uns bekannt waren, als kostbare Heiligtümer.“ (zitiert aus Labus Sonderheft 24).

 

Es gibt immer mehr Menschen, die keinen Bezug zur Natur und zu einem achtungsvollen Umgang mit ihr haben. Dementsprechend sieht unser schöner Planet derzeit aus.

 

Während einer Fahrt mit dem ICE Ende Oktober saß ich zufällig neben Prof. Succow, einem der Väter des Nationalparkprogrammes der DDR. So kam ich endlich dazu, ihm persönlich für die Unterschutzstellung u.a. der Feldberg-Lychener-Seenlandschaft zu danken. Und wir sprachen über die Mängel dieser Schutzgebiete, die vor allem eine naturschutzgerechte Land-, Forst- und Jagdwirtschaft betreffen. Mehr war damals leider nicht durchsetzbar und ist es bis heute nicht.

 

Zum Abschluß noch einige Worte von Klaus Borrmann: „Trotzdem ist Naturschutz auf der ganzen Fläche aus meiner Sicht für den Gesamthaushalt der Natur wenigstens so wichtig, vielleicht noch wichtiger, wie ein Fünfprozentflickenteppich von wenigen Schutzgebieten mit einem Totalschutz“. 

 

 

 

T. Held

 


Kürzungen beim Busverkehr gehen in die Verlängerung

 

Seit dem ersten Bekanntwerden der Kürzungspläne protestieren insbesondere wir Lychener dagegen. U.a. haben wir die 4 in dem Zeitraum stattfindenden Kreistagssitzungen besucht, zweimal sogar eine Kundgebung vor dem Kreistag organisiert. Es gab viele fachlich fundierte Stellungnahmen. Dieses Jahr konnten die Kommunen zum neuen Fahrplan Stellung nehmen. In Falle Lychens ist diese Stellungnahme weitestgehend ignoriert wurden. Die Fahrplanlage wurde für 3 Sommermonate 2018 geringfügig verbessert, bleibt aber weit von dem entfernt, was wir hier als dringend nötig erachten.

Seit 1.6.2018 ist die von den Bürgern gewählte Landrätin neu im Amt. Wir haben große Hoffnungen, daß sich der Busverkehr in naher Zukunft deutlich verbessert.

Im Gegensatz zum abgewählten Landrat Herr Schulze ist sie für Anregungen sicher sehr dankbar. Die Busgesellschaft hat sie bereits in ihren Aufgabenbereich übernommen:

 

Landrätin Frau Dörk

 Kreisverwaltung Landrat
Karl- Marx- Straße 1, 17291 Prenzlau

 Telefon: 03984 70-1001

 Fax: 03984 704099

 E-Mail: landrat@uckermark.de

 

Kreistag Uckermark Karl-Marx-Straße 1, 17291 Prenzlau

Telefon: 03984 70-1009

Fax: 03984 704099

E-Mail: kreistag@uckermark.de

 


Offener Brief  vom 22.11.2016 betreffs der Kürzungen beim Busverkehr    in der Uckermark

 

Sehr geehrter Herr Landrat Dietmar Schulze, sehr geehrter Herr Dezernent Bernd Brandenburg,

 

an der Bevölkerung und den Kommunen vorbei kürzen Sie den Nahverkehr ab 11.12. uckermarkweit. Während die neuen Verbindungen bundesweit z.B. unter www.bahn.de schon eine Weile abrufbar sind, erfahren die Kommunen (Lychen am 21.11.16) und die Bevölkerung erst vom neuen Fahrplan, wenn alle Messen schon gesungen sind. Das ist zutiefst undemokratisch und intransparent. Auch auf einen offenen Brief aus Lychen haben Sie inhaltlich nicht reagiert. Dessen Argumente sind also nicht widerlegt. Für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung, die touristische und wirtschaftliche Entwicklung Lychens sind Ihre Entscheidungen eine Katastrophe.

 

Für mich und meine Firma sind die geplanten Einschnitte fatal. Ich selbst nutze überwiegend den ÖPNV und bin regelmäßiger Busfahrer. Dabei erlebe ich, daß die Auslastungszahlen zunehmen. Gerade vergangenes Wochenende (November!) berichteten mir Gäste, daß der Kleinbus der Firma Schween (der ja bald nicht mehr fahren soll), bis auf den letzten Platz (18) belegt war, sie kaum noch hineinkamen. Zugleich bin ich touristischer Anbieter, auf unseren Hof befinden sich neben mehreren Ferienwohnungen auch ein Café, ein Bioladen, ein Filzatelier. Unsere Übernachtungsgäste reisen zu ca. 50% mit dem ÖPNV an. Dies hat auch damit zu tun, daß wir gezielt eine Anreise ohne Auto bewerben. Dies ist nun nicht mehr möglich. Hauptan- und abreisetage sind Sonnabend in der Hochsaison, ansonsten Freitag und Sonntag. Nun sind das die Tage, die am meisten von den Kürzungen betroffen sind. Das ist das Gegenteil von Wirtschaftsförderung – hier wird durch Sie Wirtschaft kaputtgemacht. Ein Bus, der dreimal täglich fährt, ist wie nicht mehr vorhanden. Er ist nicht wirklich nutzbar. Sie schneiden uns u.a. von den 1,8 Millionen Berlinern, die Haushalten ohne Auto leben, ab. Ist Ihnen der Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Kommunen so egal?

 

Seit Jahren setze ich mich für den ÖPNV ein und engagiere mich ehrenamtlich für eine attraktive Fahrplangestaltung. Ich bin auch einer der Mitinitiatoren des Naturparkbus Feldberg –Lychen.  Diesen jetzt trotz steigender Auslastung (und das allen Widrigkeiten zum Trotz) sang- und klanglos einzustellen, heißt, der Landkreis hat kein Interesse an touristischer Förderung, an nachhaltiger Entwicklung. Der Titel nachhaltige Tourismusregion gehört der Uckermark spätestens jetzt wieder aberkannt.

 

 

Im Kreistag und im gestrigen Schreiben an unsere Bürgermeisterin haben Sie die Kürzungen mit zu geringer Auslastung begründet. Dann machen Sie doch bitte die Zahlen transparent, wann wurden wieviel Personen auf welcher Buslinie gezählt?  Laut den Busunternehmen Schween, welches die 3 betroffenen Buspaare am Wochenende seit Jahren fährt, gab es seit mindestens 3 Jahren am Wochenende keine Zählungen. Und wieso streichen Sie Rufbusse (wie Richtung Eichhof 501, Retzow 511 und Templin 517), die doch sowieso nur bei Bedarf fahren?

 

 

Ich erwarte von Ihnen, daß Sie die uckermarkweiten Kürzungen rückgängig machen. Gemeinsam (Landkreis + Kommunen + Bürger…) sollten wir uns die Zeit nehmen, attraktive ÖPNV-Angebote zu schaffen. Für Lychen sollte das z.B. heißen, Zweistundentakt auf der Linie 517 – auch nach Templin, zwischen Mai und September Stundentakt, Naturparkbus im Anschluß zu attraktiveren Fahrzeiten als bisher – eventuell unter Einbindung Boitzenburgs, Einbindung der Ortsteile…

 

 

Was halten Sie davon: 2017 bei der frühzeitigen Vorstellung und Diskussion des neuen Fahrplanes gibt es kein großes Erschrecken, sondern Jubel. In der Zeitung war zu lesen, der Uckermark geht es finanziell gut. Es gibt also keinen mir bekannten Grund, diese Vision nicht wahr werden zu lassen.  

 

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und informiere Sie gleichzeitig darüber, daß ich diesen Brief öffentlich mache.

 

Mit freundlichen Grüßen Thomas Held

 


Offener Brief der Wählergruppe "Schön Hier - Gemeinsam für Lychen"   an den Kreistag Uckermark

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Wochen protestieren viele Menschen uckermarkweit gegen die nun in Kraft getretenen Fahrplanänderungen (Kürzungen der Verkehrsleistungen) beim öffentlichen Busverkehr. Die Reaktionen der Verwaltungsspitze des Landkreises sind beschämend. Schreiben, wie das der Stadt Lychen vom 13.10.2016, werden nicht beantwortet. Eine Einladung zur SVV Lychen wird ausgeschlagen. Das durch Finanzdezernent Brandenburg auf der Kreistagsitzung am 7.12. angebotene Gespräch mit touristischen Leistungsträgern der Stadt war nicht ernst gemeint. Denn wie sonst ist seine Antwort auf die Terminanfrage zu bewerten, dass dieses Jahr keine Zeit mehr ist und er nur mit der Vorsitzenden des Tourismusvereins sprechen will (welche gleichzeitig unsere Bürgermeisterin ist)? Offensichtlich haben da einige Verantwortliche nicht begriffen, dass Sie Ihre Funktion für die Bürger ausüben. Wir bitten Sie in Ihrer Funktion als Kreistagsabgeordnete darauf zu achten, dass die Verwaltung bürgernah und transparent handelt. Und wenn die Verantwortlichen nicht zu uns kommen, werden wir zu ihnen kommen.

 

Sie sind in den vergangenen Wochen mit vielen fehlerhaften bis ganz falschen Aussagen zum Thema konfrontiert wurden. Wir möchten hier wenigstens einiges richtigstellen, denn nur grundlegende Informationen von allen Seiten bieten die Basis für gute Entscheidungen. Öffentliche Aussagen durch den Landrat Herr Schulze und/oder Dezernent Herr Brandenburg aus den letzten Wochen stehen im folgendem fettgedruckt:

 

„Der Nahverkehrsplan wird sehr gut erfüllt bzw. übererfüllt.“ Bei der Erarbeitung dessen, sind wesentliche Hinweise aus Lychen (ja, die gab es entgegen der Aussage der Verwaltungsspitze) nicht eingearbeitet worden. So fehlt in diesen z.B. die Bedeutung, die die Anbindung an Fürstenberg sowohl für die Daseinsvorsorge als auch für den Tourismus hat. Wie Sie auf der letzten Kreistagsitzung hörten und nachlesen können, ist der Übergang vom Individualverkehr zum öffentlichen Verkehr zu fördern. Glauben Sie wirklich, das geschieht durch Einschränkungen der Verkehrsleistungen?  

 

„Die Auslastung der Busse ist zu niedrig.“ Laut Aussage des UVG-Chefs Böhme gegenüber Lychener Vertretern nach der letzten Kreisausschusssitzung steigt die Auslastung der Busse seit Jahren. Das erfahren auch die Busnutzer unter uns, gerade auf dem Abschnitt Fürstenberg-Lychen der Linie 517. Hierzu einige Zahlen (Wochenende) allein aus der letzten Fahrplanwoche. 3.12. (Sa) Vormittag ca. 40 Personen im Bus nach Fürstenberg, 10.12. (Sa) Mittag 10 Personen Richtung Fürstenberg, 16 Personen Richtung Lychen. Hätten wir geahnt, dass bei einer gut funktionierenden Buslinie Kürzungen statt der erwartete Ausbau geplant sind, hätten wir im Jahresverlauf Zählungen organisiert. Wenn Herr Brandenburg behauptet, es fahren zu wenig Menschen in diesen Bussen (wie es mit weniger Bussen mehr Nutzer werden sollten, sollte er mal erklären), so bitten wir Sie, belegbare Zahlen von ihm einzufordern. Wann wurden wie viele Personen in den betreffenden Bussen gezählt? Wir vermuten, dass die Linie 517, Abschnitt Lychen-Fürstenberg zu den Top 10 der bestausgelasteten Linien in den Altkreisen Templin und Prenzlau zählt. Dabei ist das Potential der Linie 517 bei weitem nicht ausgereizt. Hier fehlen die Einbindung wichtiger Pendlerzüge, die Anbindung an Templin (gerade am Wochenende), Feldberg und touristischer Einrichtungen im Umland.

 

„Die Daseinsvorsorge ist gesichert.“ Wenn seit dieser Woche Menschen aus Lychen Arzt-, Amts- oder andere Termine am Vormittag in Templin haben, bedeutet das jetzt stundenlange Wartezeit, da zwischen 9.10 Uhr und 13.10 Uhr kein Bus mehr zurück fährt. Ein Ticket von Lychen nach Berlin kostet genau so viel wie  ein Ticket von Fürstenberg nach Berlin. Daraus ergeben sich viele Chancen für volle Busse. Auch gibt es in Lychen zunehmend Menschen, die aus den verschiedensten Gründen kein Auto fahren. Für diese ist es elementar, einen gut ausgebauten ÖPNV nutzen zu können. Wesentlich dabei ist die Anbindung an den Bahnhof Fürstenberg und damit an den Großraum Berlin. Der Abbau von ÖPNV-Leistungen führt dazu, dass Menschen Lychen verlassen und die städtische Entwicklung stagniert.

 

„Die Touristen nutzen die Busse, die dann noch fahren.“ Dazu haben Sie ja schon einige Argumente auf der letzten Kreistagsitzung gehört, die wir hier nicht wiederholen wollen. Vor einigen Jahren wurde trotz Protesten am Wochenende die Fahrten im Ostabschnitt der Linie 517 (Templin-Lychen) auf 3 Linienbuspaare reduziert (ähnlich wie jetzt seit einigen Tagen auf dem Westabschnitt vollzogen). Die Folge, seitdem meiden Touristen diese Linie. Sie wird weder als Bahnanbindung in Templin noch für touristische Ausflüge genutzt. Es ist z.B. nicht mehr sinnvoll möglich, am Wochenende mit dem Bus einen Ausflug zur Naturtherme in Templin zu machen. Das wurde vor dem Einschnitt oft genutzt. Touristen, die auf den ÖPNV angewiesen sind oder diesen nutzen wollen, werden sich gut erreichbare Erholungsorte aussuchen. Lychen gehört seit dem letzten Wochenende nicht mehr dazu. Dies alles geschieht vor den Hintergrund, dass wir zunehmend Touristen aus den alten Bundesländern und anderen Staaten haben, bei denen der Anteil der ÖPNV-Nutzer besonders hoch ist.

 

„Für den Naturparkbus (NPB) besteht kein Bedarf.“ Ist-Zahlen, durch Zählungen im vergangenen Sommer ermittelt, bilden nicht den Bedarf ab. Zählzettel wurden bei den Fahrern selten gesehen. Vom Fahrkartenverkauf sind durch die Anerkennung von VBB-Tickets (z.B. Seniorenticket, Schülerferienticket) keine Ist-Zahlen ableitbar. Der NPB krankte unserer Meinung nach an ganz anderen Dingen: Hinhaltetaktik bei den Finanzierungszusagen durch den Landkreis, ungünstige Fahrplanlagen (um Kosten zu sparen), schleppende bis nichtvorhandene Mängelbehebung bei den beteiligten Busunternehmen, fehlende Tarifkenntnis bei Fahrern aus MV, die zu Diskussionen und Beschwerden durch die Fahrgäste führten… Jetzt hat der Landkreis leichtfertig die Konzession für den Mecklenburg-Abschnitt der Strecke aufgegeben.

 

Wir haben folgende Forderungen:

 

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie einfordern, für die mehr bewilligten Gelder auch mehr Fahrplanleistungen zu erhalten. Wie sollen wir z.B. mit den Nachbarkreisen sinnvoll verhandeln, wenn diese jetzt wie die Oberhavel Verkehrsgesellschaft mehr Geld für weniger Busse zahlen müssen?

 

Wir fordern, dass noch vor den Weihnachtsferien (Hochsaison) zum alten Fahrplan zurückgekehrt wird.

 

Wir fordern, dass die ständigen Reduzierungen des Nahverkehrs ein Ende haben und wir gemeinsam den Ausbau desselben planen.

 

Wir fordern, dass ganzjährig werktags die Züge 7.11 Uhr ab Fürstenberg, 16.45 Uhr und 18.45 Uhr ankommend in Fürstenberg an den Busverkehr nach Lychen angebunden werden. Nur dann können wir die Pendler zurückgewinnen. Schauen Sie sich bitte den neuen, schon wieder nichtausreichenden großen Parkplatz am Bahnhof Fürstenberg an. Und sehen Sie die vielen Fahrzeuge mit UM- und MST-Kennzeichen (letztere häufig aus der Feldberger Region).

 

Wir fordern die Einführung des Stundentaktes zwischen Fürstenberg und Lychen, vorerst von Mai bis September. Stündlich wechselnd sollten die Busse im Zweistundentakt bis Templin bzw. Feldberg weitergeführt werden (erste Fahrplanentwürfe sind vor Ort erarbeitet). Perspektivisch könnte sich daraus ein UM/MST-Shuttle entwickeln, z.B. Fürstenberg-Lychen-Feldberg-Fürstenwerder-Woldegk-Prenzlau-Boitzenburg-Templin-Lychen-Fürstenberg sowie Gegenrichtung. Wir werden uns für Zuschüsse an den ÖPNV aus touristischen kommunalen Einnahmen einsetzen.

 

Wir fordern, im Anschluss an die Hauptbuslinien ein besseres und flexibleres Rufbussystem (wie es andere Landkreise vormachen) aufzubauen. So kann z.B. beim Rufbus zum Eichhof dass sowieso durchfahrene Rutenberg mit eingebunden werden, auf Grund der dort in den letzten Jahren neuentstandenen Ferienobjekte wie dem ReHof und der Feriensiedlung am Kronsee.

 

Wir regen an, sich nicht an schlechten Beispielen (Prignitz) sondern sich an beispielhaften Nahverkehrslösungen zu orientieren. Z.B. am Schwarzwald, der ein kurabgabenbasiertes gut funktionierendes Nahverkehrssystem aufgebaut hat, welches zum Umstieg auf dem ÖPNV einlädt. Wir brauchen nicht in die Ferne schweifen. Mit der Marke „PlusBus“ hat der VBB ein Konzept entwickelt, welches das Ziel hat, den Busverkehr in Brandenburg effektiver zu gestalten. Dabei wurden schon einige Erfolge erzielt. Wir regen an, die Linie 517 so zu gestalten, dass sie diese Qualitätsstandards erfüllt und in die Kategorie „PlusBus“ aufgenommen wird.  Auch die erfolgreiche Installation der Burgenlinie im strukturschwachen Fläming sollte ein ein Vorbild sein.

 

Wir werden uns in Lychen, aber auch uckermarkweit dafür einsetzten, eine ÖPNV-AG bzw. einen Nahverkehrsrat zu initiieren. Dieser sollte sich aus Bürgern, Vereinen, Tourismus- und Wirtschaftsvertretern, Verwaltung, Verkehrsunternehmen… zusammensetzen. Ziel sollte sein, mit Fachkompetenz einen effektiven Ausbau des ÖPNV zu begleiten.

 

Wir erwarten bis spätestens 31.01.2017 eine deutliche Verbesserung der ÖPNV-Anbindung Lychens sowie eine konstruktive Antwort auf unsere Hinweise, Vorschläge, Forderungen. Wir werden präsent bleiben, auch wenn Ihre Sitzungen in Prenzlau meist nicht mit dem ÖPNV erreicht werden können. Wir werden lauter werden, wenn an der Abhängung Lychens vom ÖPNV festgehalten wird. Wir werden uns bemühen, uns uckermarkweit mit weiteren Betroffenen zu vernetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Wählergruppe Schön Hier – Gemeinsam für Lychen

 

Fraktion Schön Hier – Gemeinsam für Lychen (SVV Lychen)

 


 

Notizen aus der Kommunalpolitik

 

 

 

Pestizidfreie Kommune

 

 

 

Am Ende der letzten Ausgabe der Notizen gab ich der Hoffnung Ausdruck, dass Lychen sich nach Einigkeit im Bauausschuss auf der SVV am 23.4. zur pestizidfreien Kommune erklären wird und damit dem Beispiel von über 200 Kommunen im Lande folgt. Doch am Ende der Mammutsitzung kam es anders. Insbesondere die CDU mit Frau Wienold an der Spitze argumentierte, dass der Titel pestizidfreie Kommune ein Etikettenschwindel wäre, da wir ja nur über ca. 11000ha des Stadtgebietes (die kommunalen Flächen) entscheiden können. Dabei ging es von vornherein um nichts anderes, wir können als SVV keine Regelung für die privaten Flächen treffen (das ist ähnlich wie beim Nichtraucherschutz). Aber wir können eine Vorreiter- und Vorbildrolle auf unseren kommunalen Flächen einnehmen und dies auch öffentlich darstellen. Und somit Lebensraum für zahllose Arten, darunter dem Menschen, erhalten. Auf der kommenden SVV wird uns das Thema wieder beschäftigen.

 

 

 

Stadthafen

 

 

 

Ebenso leider am Ende der langen Sitzung stand der Antrag der Fraktion „Schön Hier – Gemeinsam für Lychen“ zur Kostenermittlung Wasserwanderliegeplatz. Damit Stadtverordnete und die Bürger über den Hafen entscheiden können, brauchen sie verlässliche Aussagen über die finanziellen Auswirkungen des Projektes. Somit beauftragt der Beschlussvorschlag die Verwaltung, eine umfassende Kostenberechnung nach aktuellem  ingenieurwissenschaftlichen Stand und auf Grundlage aller im Planfeststellungsbeschluss vom 04.08.2015 geforderten Gutachten und Planungsgrundsätze bzw. Detailplanungen, für den Wasserwanderliegeplatz Lychen öffentlich auszuschreiben und durchführen zu lassen. Zudem soll eine Kostenermittlung für die zukünftigen Betriebs- und Erhaltungskosten erstellt werden. Im Sachverhalt wiesen wir u.a. auf Unterlassungen und Mängel der vorliegenden Kostenschätzung von 2015, auf die Steigerung der allgemeinen Baukosten, auf andere Negativbeispiele hin. Herr Schache versuchte in der Diskussion an 3 Einzelpunkten uns Fehler nachzuweisen und somit den ganzen Antrag madig zu machen. Dabei symbolisiert das von ihm angegriffene Beispiel Hafen Teltow sehr gut, was passieren kann, wenn es keine vernünftigen Vorfelduntersuchungen gibt. Da gab es eine Kostensteigerung von 4 auf 15 Mio €, davon 9 Mio € für Schadstoffbeseitigung im Untergrund. Beim Bodenaushub wollte er nachweisen, dass die Zahlen des Planfeststellungverfahrens nicht stimmen, dafür unterschlug er schnell 1 Meter bei der nötigen Aushubtiefe sowie weitere Aushubflächen. Außerdem behauptete er, dass die Kosten für den Parkplatz in der Kostenermittlung 2015 enthalten sind, was sie definitiv nicht sind. Jedenfalls führte diese fadenscheinige Diskussion dazu, dass der Antrag vertagt wurde und wir beim nächsten Mal wieder darüber sprechen.

 

Mittlerweile liegt den Stadtverordneten die „Nutzungskonzeption und Wirtschaftlichkeitsberechnung“ von mediamare vor. Ich setze diese Worte bewußt in Anführungszeichen, denn diese „Erarbeitung“ ist meiner Meinung nach das Papier nicht wert, auf der sie geschrieben steht. Wie schon bei der Bedarfsanalyse von mediamare vor vielen Jahren (die daraufhin mehrfach überarbeitet werden musste, ohne die grundlegenden Mängel abstellen zu können) ist dieses Papier voller Fehleinschätzungen und unrealistischen Wunschdenken. Bei dem Jonglieren mit Zahlen sind grundlegende Fehler enthalten. Zu offensichtlich ist auf das gewünschte Ergebnis hin gerechnet worden. Demnächst befasst sich die AG Stadthafen mit dieser „Ausarbeitung“. Es bleibt zu hoffen, dass eine grundlegende Überarbeitung eingefordert wird. Hier rächt sich die freihändige Vergabe des Auftrages an mediamare.

 

 

 

Das Haus an der Stadtmauer

 

 

 

Ich vermeide den in der Öffentlichkeit benutzten Begriff  Wiekhaus, da sich Wiekhäuser in oder auf Stadtmauern bzw. Türmen befinden. Das diskutierte neuerrichtete Haus in der Vogelgesangstrasse 5 befindet sich hinter der Stadtmauer und überragt diese. Die beiden bisher dazu erschienenen Artikel in der Templiner Zeitung erfolgten ohne Rücksprache bei der Verwaltung oder bei mir. Der zweite Artikel fußt teilweise auf einen Leserbrief, welchen ich nach Veröffentlichung des ersten Artikels schrieb.  Der größtenteils unveröffentlichte  Wortlaut war: „Es ist ja schön, wenn es am 10.1.2018 einen Termin mit der Denkmalbehörde gab. Die Baugenehmigung wurde allerdings bereits am 25.08.2016 erteilt. Ich fragte in Folge dieser Baugenehmigung Frau Zeiger von der Unteren Denkmalbehörde, warum dieses Haus an der Stadtmauer genehmigt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass Frau Zeiger von diesen Vorhaben nicht informiert war, die Genehmigung nicht über ihren Tisch lief. Auf eine kürzlich erfolgte Beschwerde von Lychener Bürgern an die Obere Denkmalbehörde antwortet diese u.a.: Tatsächlich liegt der Bauplatz so dicht an der Stadtmauer, dass eine Befürwortung aus denkmalfachlicher Sicht nach heutiger Einschätzung nicht gegeben worden wäre. Leider ist dies jedoch einer der wenigen Fälle, bei dem die Baugenehmigung ohne Beteiligung des BLDAM erteilt wurde. Wir haben tatsächlich erst durch Ihre Nachrichten von diesem Bauprojekt erfahren. Es ist auch aus unserer Sicht sehr bedauerlich, dass ausgerechnet in so einem brisanten Fall die übliche Beteiligung durch die Untere Denkmalschutzbehörde nicht erfolgt ist, die eine Stellungnahme zu dem Bauantrag hätte abgeben müssen.“  Im Übrigen heißt es schon im Widerspruch gegen die Baugenehmigung durch den Ökostadt e.V. vom 5.10.2016, „dass durch  die vorgesehene Errichtung des zweigeschossigen „Wiekhauses“ unmittelbar an der Stadtmauer, welches diese um eine Etage überragen soll, die touristisch bedeutsame Ansicht der gesamten Stadt aus Richtung Stadtsee/Festwiese  wesentlich beeinträchtigt wird…Darüber hinaus befindet sich der dafür vorgesehene Platz in dem auf allen benachbarten Grundstücken unbebauten Grundstücksbereich – und ist damit nicht ortsüblich“.

 

Herr Harder (Bauordnungsamtleiter) behauptet, dass durch das Bauprojekt unsere nachbarschaftlichen Interessen nicht berührt seien (ob er so reden würde, wenn direkt an der Südgrenze seines Grundstückes über ca. 20m eine Aufstockung mit allen Konsequenzen wie Verschattung erfolgen würde, wäre interessant zu wissen). Allerdings hat der Ökostadt e.V. bereits vor der Erteilung der Baugenehmigung das Bauordnungsamt in einen Brief darauf hingewiesen, dass wir unsere Interessen berührt sehen. Aus meinem Umfeld weiß ich, dass im Regelfall Nachbarn ihre Zustimmung erklären müssen. Warum das in diesem Fall nicht so war, kann ich nicht nachvollziehen, zumal beide Nachbarn Einwände haben. Daraus kann ich nur vermuten, dass das Bauordnungsamt mit verschiedenerlei Maß arbeitet. Bestätigt wurde dieser Eindruck für mich durch einen Vororttermin im letzten Sommer mit Herrn Harder, als es um die Bauschäden an unseren Haus durch die Bauarbeiten an der Nachbarbaustelle ging. Eine neutrale Position war durch uns bei Herrn Harder nicht zu erkennen, zu offensichtlich vertrat er die Interessen des Bauherrn nebenan.“

 

Nun kann grundsätzlich über den Bau eines Wiekhauses zur Attraktivitätssteigerung nachgedacht werden. Aber die Grundvoraussetzung ist auch hier eine breite öffentliche Diskussion und Bürgerbeteiligung im Vorfeld. Es geht hier immerhin um ein Wahrzeichen der Stadt. Und mit welchen Maß wird in Prenzlau gemessen, wenn einige Grundstücke weiter nicht mal ein Rosenbusch an der Stadtmauer genehmigungsfähig ist? Herr Schache in Lychen und der mittlerweile abgewählte Landrat Schulze (bei der Kandidatenvorstellung im Alten Kino) versuchen das Thema auf einen Nachbarschaftsstreit umzudeuten. Wenn es hier einen Konflikt gibt, so liegt er zwischen Bürgern dieser Stadt und der fragwürdigen Genehmigungspraxis des Bauordnungsamtes in Prenzlau und nicht zwischen Herrn Tänzer und mir.

 

 

 

Landratswahl

 

 

 

Die Lychener Bürger haben mit einer Wahlbeteiligung und Zustimmung für Frau Dörk deutlich über den uckermarkweiten Durschnitt mit dazu beigetragen, dass erstmalig die Bürger eine Landrätin gewählt haben und der Amtsinhaber abgewählt wurde. Auch ich habe, obwohl politisch weit entfernt von der CDU stehend, in meinen Umfeld für Frau Dörk geworben. Über ein Jahr habe ich im Kreistag erleben müssen, wie arrogant und bürgerfern die Verwaltungsspitze unter Landrat Schulze agierte. Jetzt habe ich die Hoffnung, dass Frau Dörk ihre auch in Lychen gegebenen Versprechungen einhält und Lychen in naher Zukunft eine vernünftige Verkehrsanbindung kommt. Am 20.6 gibt es die erste Kreistagsitzung mit der neuen Landrätin.

 

 

 

T. Held