Lychen-Nachrichten

Auf  dieser Seite sollen unregelmäßig aktuelle Nachrichten über Lychen stehen, insbesondere Nachrichten vom Aktionsbündnis Stadthafen, ebenso von der Wählergruppe "Schön Hier - Gemeinsam für Lychen".

 

In der Neuen Lychener Zeitung (NLZ) finden Sie weitere weitere Informationen,

ebenso im lesenswerten Blog des Lycheners Joachim Hantke.


Öffentliche Termine im Alten Kino Lychen - jeweils 18.30 Uhr:

 

 


Kommunalwahl Stadtverordnetenversammlung Lychen - Ergebnis

 

Bürgerbefragung Stadthafen - vorläufiges Ergebnis

Wahlbeteiligung ca. 58%

Ja 383  Nein 974  ungültig ca. 200

Damit wird der planfestgestellte Hafen der Stadt wohl nicht gebaut werden.

Dank den Lychnerinnen und Lychnern für dieses überwältigende Ergebnis.

 

Lychen, 15.6.2020

 

 

 

Sehr geehrter Ministerpräsident Woidke, sehr geehrte Ministerin Nonnemacher, sehr geehrter Minister Stübgen,

 

mit Enttäuschung und Entsetzen habe ich Ihre vergangene Woche vorgestellte und ab heute geltende neue Corona-Verordnung gelesen.

 

Allein schon die Überschrift trägt den ganzen Widerspruch in sich (nur noch wenige Einschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln gelten weiter). Ja, Sie haben die Kontaktbeschränkungen aufgehoben, aber seit Mai hat sich sowieso fast niemand mehr daran gehalten. Sie erlauben jetzt beispielsweise „großzügig“ Veranstaltungen, um diese durch die Abstands- und Hygieneregeln unmöglich zu machen. Das ist bester Orwellscher Neusprech. Ich führte in der Vergangenheit auch Veranstaltungen durch, ich habe mit vielen kleinen Veranstaltern unserer Region gesprochen, aber unter den von Ihnen verordneten Bedingungen wird niemand eine öffentliche Veranstaltung durchführen, das kulturelle Leben bleibt brachliegend (oder findet unter dem Radar der Öffentlichkeit statt).

 

Schon Mitte Mai fanden Großdemonstrationen mit zehntausenden Menschen unter teilweiser Nichtbeachtung der Abstände statt (Stuttgart), am 6.6. demonstrierten in vielen Großstädten dicht an dicht zehntausende Menschen. Ein Einfluß auf das Infektionsgeschehen ist nicht ablesbar. Warum halten Sie trotz dieses Gegenbeweises die Abstandsregeln aufrecht?

 

Für das Tragen der Alltagsmasken ist mir trotz Nachforschungen kein wissenschaftlicher Beweis der Sinnhaftigkeit bekannt, allerdings habe ich wissenschaftliche Beweise für die Schädlichkeit des Tragens von Masken gefunden. Warum halten Sie die Maskenpflicht aufrecht?

 

Sehr geehrter Herr Woidke, bereits am 26.4. schrieb ich ihnen einen ausführlichen Brief. Auf eine spätere telefonische Nachfrage in Ihren Bürgerbüro erhielt ich die Auskunft, das alle Briefe beantwortet werden. Dies ist bis heute nicht geschehen. Zur Erinnerung hänge ich den Brief nochmals an.

 

Mit freundlichen Grüßen Thomas Held

 

Offener Brief an Ministerpräsident Dr. Woidke

Sehr geehrter Dr. Woidke,

 

 

 

Ich wende mich mit diesem Offenen Brief an Sie betreffs der Corona-Verordnung des Landes Brandenburg.

 

 

Thema Mundschutz: Seit Wochen hören wir von vielen Experten, daß das Tragen eines Mundschutzes, zumal eines provisorischen, nicht hilfreich ist, sogar schädlich sein kann, so z.B. Weltärztepräsident Montgomery, WHO-Nothilfedirektor Ryan. Das einzige, was ein Mundschutz leisten könnte, wäre eine Ansteckung zu verhindern, wenn dem Gegenüber ins Gesicht gehustet oder geniest wird. Aber wer macht so etwas? Ich kenne niemand. Also ist diese Bevormundung der Bürger/-innen völlig unnötig. Schon allein, daß unter den Menschen, die in den vergangenen Wochen viel Kontakt mit Mitmenschen hatten wie tausende Verkäufer und Verkäuferinnen oder Nutzer/-innen des ÖPNV keine Erkrankungswelle ausgebrochen ist, zeigt, daß der Mundschutz, und nicht nur der, überflüssig ist. Aber der Mundschutz ist nicht nur unnötig, er kann auch schädlich sein (in verlinkten Artikel finden Sie Informationen dazu: https://www.rubikon.news/artikel/das-vermummungs-gebot). Ich bin relativ kurzatmig. Für mich ist das freie tiefe Atmen (wie wahrscheinlich für die meisten Menschen) essenziell.

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, bitte ziehen Sie diese Mundschutzpflicht zurück. Klar wird Ihnen zuerst ein rauer Wind entgegen wehen, ich denke, die Menschen werden es Ihnen langfristig danken.

 

 

Thema Soforthilfen: Die Soforthilfe soll nur bei Liquititätsengpässen (laut Formular) gelten, hier sind im Nachhinein große Geldrückforderungen vorprogrammiert. Bei einem Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter der ILB sagte dieser, daß ich nur Geld für die Firma und nicht für mich beantragen darf, unter völliger Verkennung der Tatsachen, daß ich als Einzelunternehmer mein Unternehmen bin, daß ich Rücklagen auf dem Konto brauche, um regelmäßige Bestellungen für den Laden durchzuführen, daß ich jetzt die Rücklagen für kommenden Winter erarbeiten muß. Bitte sorgen Sie dafür, daß die Soforthilfe wirklich eine nicht rückzahlbare Verlustüberbrückung ist. Obwohl am ersten Tag beantragt, habe ich immer noch kein Geld, stattdessen bekam ich gerade die Forderung, weitere Unterlagen nachzureichen. Offensichtlich sind die Antragsbedingungen mittendrin geändert wurden, wie kann das sein?

 

 

Thema Kommunen: Unsere Kleinstadt lebt überwiegend vom Tourismus. Als Stadtverordneter weiß ich, daß unser seit wenigen Jahren endlich ausgeglichener Haushalt nicht viel Spielraum hat. Wesentliche Einnahmen (Kurtaxe, Tourismusabgabe, Gewerbesteuer, Anteil an der Einkommenssteuer) werden in diesem Jahr einbrechen. Wo bleibt der Rettungsschirm für Kommunen? Warum erhalten Großkonzerne Milliardensummen, die Kommunen bisher nichts?

 

 

Thema Fallzahlen: Ich habe die letzten mir verfügbaren Zahlen (25.4. 10 Uhr) vom Portal der Landesregierung vor mir. Immer noch steht die kumulativ erfasste Zahl (2738) aller positiv Getesteten an erster Stelle in der Pressemitteilung. Doch wie bei jeder anderen Krankheit müssen die Genesenen abgezogen werden (dann bleiben ca. 918, davon sind 125 verstorben (ob an oder mit COVID19, darüber gibt die Statistik keine Auskunft, obwohl diese Zahl so wichtig wäre, um die Gefährlichkeit des Virus wirklich einschätzen zu können). Warum steht in der Pressemitteilung nicht die reale Zahl der derzeit „Infizierten“? Hinzu kommt, daß die Aussagekraft der Tests nicht einmal sicher ist, musste jetzt sogar der Herr Drosten bestätigen. Ist es nicht Aufgabe der Regierung, die Menschen zu beruhigen, mit realen Zahlen zu operieren, statt Angst und Panik zu erzeugen mit ständig nach oben gerichteten Kurven, die nicht der tatsächlichen Realität entsprechen? Wirklich erkrankt sind in Brandenburg derzeit 196 Personen (in Behandlung) – das ist doch eine ganz andere Zahl als 2738! Und auch die wöchentlich positiv Getesteten müssen doch in ein Verhältnis gesetzt werden zur Anzahl der durchgeführten Tests, nur dann können wir eine reale Erkrankungsrate bestimmen. Bitte setzen Sie sich dafür ein, daß die Zahlen in ein reales Verhältnis gesetzt werden.

 

 

Thema Kontaktbeschränkungen: Ich verstehe zunächst, dass das neuartige Coronavirus auch aufgrund der Berichte zu den Folgen der sich ausbreitenden Infektionen aus anderen Ländern eine Verunsicherung hervorgerufen hat. Ich verstehe auch, dass man vielleicht zunächst politisch schnell agieren und lieber zu viel als zu wenig unternehmen wollte, damit die Situation nicht außer Kontrolle gerät. Die Maßnahmen des Shutdown sind auf der Basis von Worst-Case-Prognosen getroffen worden, von denen niemand wirklich genau wusste, ob sie eintreten würden. Man wollte Zeit gewinnen, Erkenntnisse sammeln, das Gesundheitssystem vorbereiten und vor Überlastung schützen. Meine Akzeptanz endet spätestens an der Stelle, an der dieser Shutdown und das Außerkraftsetzen der Grundrechte zeitlich nicht befristet worden sind. Die am 15. April 2020 beschlossenen „Lockerungen“ sehe ich als überhaupt nicht angemessen an.

 

Es ist inzwischen die Rede von Prognosen, nach denen das Coronavirus noch über zwei weitere Jahre unser Leben massiv einschränken könnte (1). Die Basis dieser Aussage sind Vermutungen beziehungsweise Studien, die die Zukunft auch nicht sicher vorhersagen können. Es wurden auch für die erste Krankheitswelle auf Studien beruhende Vorhersagen getroffen, die nicht eingetreten sind. Die Krankenhäuser sind vorbereitet worden, zahlreiche Betten sind leer (ca 150.000 Betten, davon 10.000 Intensivbetten), die Mitarbeiter zu einem Teil in Kurzarbeit.

 

Es ist also nicht so „schlimm“ gekommen, wie es von bestimmten Fachpersonen,wie zum Beispiel Prof. Christian Drosten und Prof. Lothar Wieler, angenommen wurde. Dass es nicht so schlimm wurde, ist natürlich wirklich positiv — und soll nun natürlich auf die Maßnahmen des Shutdown zurückzuführen sein. Aber auch das steht in Frage, da der Kurvenverlauf der Epidemie in Schweden im Vergleich zum Verlauf der Epidemie weltweit keinen abweichenden Verlauf aufzeigt und Schweden keinen Shutdown vorgenommen hatte (2). Hinzu kommt, daß anhand der vom RKI veröffentlichten Grafik zum Verlauf der Reproduktionszahl abzulesen ist, daß folgende Entscheidungen der Bundesregierung (9.3. Verbot von Großveranstaltungen, 15.3. Aussetzen der Schule, 23.3. Lockdown) keinen Einfluß auf diese Verlaufszahl haben (Dr. Schiffmann erklärt das sehr schön im folgenden Video) (3).

 

Die derzeit geltenden, immer noch massiven Einschränkungen in der beruflichen und persönlichen Freiheit werden also trotz rückläufiger Infizierter, deutlich rückläufiger Reproduktionsrate und trotz der neuen Erkenntnisse bezüglich einer deutlich geringeren Letalitätsrate als zunächst angenommen weiter aufrechterhalten. Warum?!?!

 

Wie wird begründet, dass ausgerechnet dieses Virus im Vergleich zu anderen, die auch Epidemien und Pandemien hervorgerufen haben (vergleiche unter anderem die Grippewelle mit circa 25.000 Toten im Jahr 2018) in Wellen immer wieder stark die Welt überfluten wird? Warum hat uns das bei bisherigen Viren nicht beziehungsweise nicht in dem Maße interessiert, dass jemals annähernd ähnliche Konsequenzen ergriffen worden sind? Wie soll man über ein neuartiges Virus wissen, das doch bisher gar nicht erforscht und lang genug beobachtet werden konnte, dass es so sicher in starken Infektionswellen aufflammen wird? Werden die Einschränkungen also prophylaktisch für den unwahrscheinlichen Fall eines herbeigeredeten Worst Case aufrechterhalten, der schon in der ersten Welle nicht aufgetreten ist? Herr Drosten (der ja kein Fachmann für Epidemien sondern nur für Viren ist), offenbar der einzige, auf dem die Regierung hört, glänzt immer wieder durch falsche Prognosen, z.B. bei der Schweinegrippe 2009 (siehe sehenswerte ARTE-Doku „Profiteure der Angst“), Millionen mögliche Tote in Deutschland, Zusammenbruch des Gesundheitssystems, zweite Welle in China (stattdessen haben in Wuhan wieder Schulen und Restaurants geöffnet und die Leute dürfen reisen, allerdings führte Corona dazu, daß die totalitäre Überwachung wesentlich verschärft wurde – ist das auch hier die Agenda?). Jetzt prophezeit er die 2. Welle bei uns, dabei zeigen Veröffentlichungen in medizinischen Fachjournalen der vergangenen Jahre, daß Coronaviren zwischen Dezember und April aktiv sind, danach treten wieder andere Viren in den Vordergrund.

 

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse aus der Pathologie zeigen zudem auf, dass das Sars-CoV-2 kein „Killervirus“ ist. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt sehr hoch. Und bei jedem Menschen, der tatsächlich „an Corona“ gestorben ist, ist dies aufgrund seiner Vorerkrankungen nur zu einem gewissen Prozentsatz auf das Virus zurückzuführen (4).

 

Weltweit kritisieren viele Experten die Vorgehensweise bei COVID19. (https://www.rubikon.news/artikel/120-expertenstimmen-zu-corona)

 

Ich mache mir große Sorgen um die bereits jetzt nicht mehr vermeidbaren schlimmen Folgen der politischen Entscheidungen, die im Gegensatz zu den oben genannten Annahmen und spekulativen Studien sicher sind.

 

Wie soll ich glauben, daß es um Gesundheit geht, wenn z.B. Pestizide auf Felder gespritzt werden, kein Tempolimit durchgesetzt wird, Waffen verkauft werden…?

 

Warum läuft nicht auf allen Kanälen, was unsere einzig wirksame Waffe gegen Krankheiten, nämlich unser Immunsystem stärkt? Das ist doch bekannt, daß Sozialkontakte, Streßvermeidung, gesunde Lebensmittel, Bewegung in der Natur das A und O unserer Gesundheit sind. Warum werden stattdessen ernsthaft Überwachungsapps und Zwangsimpfungen erwogen?

 

Und wann gibt es endlich Fahrpläne für die Aufhebung der Einschränkungen? Wann kann ich mein Ferienobjekt wieder eröffnen? Wann kann ich meine Tochter und meinen 4 Monate alten Enkel in Wien wieder besuchen? Wann kann ich wieder mit meinen Eltern zusammen sein?

 

Für Antworten wäre ich Ihnen sehr dankbar.

 

Mit freundlichen Grüßen Thomas Held, Lychen, den 26.4.2020

 

 

 

(1) https://www.fr.de/wissen/coronavirus-pandemie-corona-krise-epidemiologen-empfehlen-
social-distancing-lockdown-bis-2022-13654607.html
(2) https://www.youtube.com/watch?v=10d6-GdAYM4&t=69s

 

(3) https://www.youtube.com/watch?v=Mf0JWeHXDf0&t=916s

 

(4) https://www.youtube.com/watch?v=6-HZALc1xpo

 

 

 

Lockdown

 

 

 

Als in der ersten Märzhälfte sich zunehmend abzeichnete, daß auch unser gesellschaftliches Leben wie in anderen Ländern heruntergefahren wird, wähnte ich mich in einem falschen Film, fühlte mich in einige Science-Fictions versetzt. Ein Gefühl, welches bis heute anhält. Ein weiterer Gedanke, welcher von Anfang an da war: jetzt wird das kritische Potential der Gesellschaft ausgeschaltet, die Künstler/innen und Kreativen, die Selbstständigen und kleinen und mittelständigen Unternehmer/innen…, oft Menschen, die gewohnt sind, selbstbestimmt zu handeln, sich eine relative Unabhängigkeit geschaffen haben, was sie auch häufig politisch unabhängiger und kritischer agieren ließ. Und ja, ich und andere lebten in einer Nische, die noch zugelassen war und die auch davon ablenkte, daß der „Normal“zustand des kapitalistischen Systems tödlich ist, jedenfalls für viele. Jetzt werden wir auch hier aus unserer Komfortzone gerissen. Und wie immer steht die Frage: „Wem nützt es?“ im Raum, ich hatte gleich das Gefühl, daß die mit dem Neoliberalismus zunehmende Umverteilung von unten nach oben durch die „Coronakrise“ einen neuen Schub bekommt. Mittlerweile finden sich immer mehr Belege dafür, Volkswirtschaften verschulden sich hoch (was ja heißt, daß jemand anderes Gewinne macht, denn jedem Minus steht ein Plus gegenüber), viele Unternehmen gehen kaputt, Arbeitende und Angestellte müssen Lohneinbußen und längere Arbeitszeiten hinnehmen (1)…Der US-amerikanische Kongreß hat Steuersenkungen beschlossen, die zu mehr als 80% der kleinen Gruppe der Millionäre und Milliardäre zu Gute kommt (2), (15), (16). Und die, die nahezu nichts mehr haben, fallen durchs Netz, ob Obdachlose hier oder Geflüchtete in überfüllten Lagern ohne ausreichende grundlegende Versorgung, ob indische Wanderarbeiter oder afrikanische Kinder. Das große Sterben, nicht durch SARS-CoV-2, sondern durch die verhängten drastischen Maßnahmen hat längst eingesetzt. Krisenzeiten werden von Herrschenden genutzt, um ihre Agenda durchzusetzen. So sagte in den vergangenen zwei Monaten die Bundesregierung der NATO zu, die jährlichen „Verteidigungs“ausgaben um 6.4% auf mehr als 50 Mrd € zu steigern, u.a. gab es grünes Licht für die Entwicklung einer neuen Panzergeneration, für den Kauf neuer Kampfflugzeuge, die Atomwaffen transportieren und einsetzen können… (siehe Ossietzky 11/2020 vom 30.5.). Ich will das alles nicht. Die Regierung vertritt weder meine Interessen, noch die der meisten anderen Menschen.

 

Seit Anfang der 90er Jahre wohne ich im ländlichen Raum, seitdem habe ich mich immer wieder mit dem Thema Gesundheit/Krankheit auseinandergesetzt (auch durch meine Kinder). Fragen begleiteten mich: wie funktioniert Heilung, wie stärke ich das Immunsystem, wann werde ich krank… Hinzu kam das Ausprobieren verschiedenster Heilmethoden. Auch mit der Thematik der Viren habe ich mich immer mal wieder beschäftigt (HIV, Vogelgrippe, Schweinegrippe…) bis hin zum Lesen von Fachartikeln. Anfang der 2000er Jahre habe ich auch praktische Erfahrung mit einer heftigen langwierigen Wintergrippe gesammelt. Ist natürlich damals nicht getestet wurden, welche Viren „Schuld“ hatten, ob Influenca, Corona, Rhino… oder waren es doch Bakterien. Das führt natürlich zu der Frage, warum wird ein Mensch krank, baden wir doch ständig in einen Meer von Viren und Bakterien, und die meisten von ihnen sind absolut lebensnotwendig für uns. Damals war ich an einen Punkt in meinen Leben, wo ich nicht weiter wusste. Habe ich die Grippe gebraucht? In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tobte ein Wissenschaftsstreit über die Frage, sind Erreger (Pasteur) oder das Milieu (Béchamp/Bernard) ursächlich für eine Erkrankung (3). Mehrheitlich wird heute der Kampf (Krieg) gegen die Mikroben aufgenommen. Nach meinen Erfahrungen halte ich eher das Milieu für ursächlich. Natürlich gibt es Sonderfälle, neue Erreger, die das Immunsystem bisher nicht kennt (wer kennt nicht das Danäergeschenk verseuchten Decken europäischer Eroberer, die viele indigene Stämme dahinrafften). Ob SARS-CoV-2 wirklich dazu zählt, ist derzeit zumindest in der Wissenschaft umstritten (wenn auch die Massenmedien dies nicht zeigen, was uns zu denken geben sollte) (4). Mir ist bewußt, daß gerade Menschen mit Vorerkrankungen eine andere Einstellung zum Thema haben können.Und ich kann auch nicht ausschließen, daß ich das auch anders sehen würde unter solchen Umständen.

 

Womit können wir unser Immunsystem stärken? Wichtige Faktoren sind Sozial- und Körperkontakte, Liebe, Vermeidung von Streß, Bewegung, gesunde Lebensmittel, guter Schlaf… Abstand und Maskenzwang schwächen das Immunsystem, da alle Infektionsketten gebrochen bzw behindert werden. Und es ist kaum etwas so schädlich wie Angst. Wenn ich erlebe, wie seit über zwei Monaten die meisten Politiker/innen und die Massenmedien agieren, kann ich nicht glauben, daß es da irgendwie um Gesundheit geht. Wenn es bisher wirklich um Gesundheit gegangen wäre, dann wären Pflegekräfte ganz anders bezahlt, dann würden Kranke nicht nach Fallpauschalen abgerechnet, dann wäre das Gesundheitssystem nicht zunehmend dem Profitinteresse unterworfen worden, dann wären Glyphosat und weitere Ackergifte längst verboten, dann gäbe es keine Massentierhaltung, dann wären wirksame Schritte gegen Antibiotikaresistenzen und Krankenhauskeime unternommen worden, dann würden keine Waffen produziert und exportiert, dann würden keine regionalen Wirtschaftskreisläufe in ärmeren Ländern mittels Billigprodukten zerstört werden, und natürlich gäbe es längst ein Tempolimit und wirksame Schritte, die Erderwärmung zu stoppen. Warum sollte ich der Regierung jetzt Glauben schenken, den ich lange verloren habe (oder nie hatte)? Ich erlebe mit den Coronamaßnahmen einen Abbau unserer demokratischen Grundrechte, eine Bevormundung. Und dann höre ich immer wieder, anderen geht es noch viel schlechter. Ja ich weiß, aber das Fazit kann doch nicht sein, daß wir uns alle auf ein schlechteres Niveau hinbewegen, statt dafür zu sorgen, daß es allen besser geht.

 

Woran wird festgemacht, daß jemand an COVID-19 erkrankt ist? Nun, es gibt ein positives Testergebnis. Doch welche Aussagekraft hat der bisher nicht validierte Test (5)? „Durch die Validierung wird der dokumentierte Beweis erbracht, dass ein Prozess oder ein System die vorher spezifizierten Anforderungen (Akzeptanzkriterien) reproduzierbar im praktischen Einsatz erfüllt“ (6). Validierte Teste haben eine Fehlerquote um die 3%, die Fehlerquote des von Prof. Drosten (24) und Team entwickelten PCR-Test ist bisher nicht untersucht wurden, mittlerweile wurden u.a. Tiger, Löwen, Katzen, Ziegen, Papayas (7) positiv getestet, welche Aussagekraft hat das? Derzeit sind weniger als 2% der durchgeführten Test positiv (8), sind das jetzt Fehler, oder ist SARS-CoV 2 bestätigt oder springt der Test auch auf andere Coronaviren an (was Fachleute schon lange behaupten)? Ich erlebe, daß mit Testpositivenzahlen Angst und Stimmung gemacht wird, dabei sagen die täglich positiv Getesteten und die immer an erster Stelle stehende kumulierte Gesamtzahl nichts aus, wenn sie nicht eingeordnet werden (9). Schon als mathematischer Laie ist zu bemerken, daß die postiv Getesteten natürlich ins Verhältnis mit der Anzahl der Tests gesetzt werden müssen. Dann relativiert sich ganz schnell die angeblich exponentielle Steigerung der Zahlen. Und ebenso sagt die Gesamtzahl nichts aus, wenn nicht Genesene und Verstorbene abgezogen werden. Nur dann bleiben die übrig, die aktuell positiv getestet sind, und von denen wird höchstens ein kleiner Teil wirklich erkranken (10).

 

Das Sterblichkeitsalter liegt bei COVID-19 Patienten (11) im Durchschnitt des Sterblichkeitsalters der Bevölkerung (12). In Deutschland trat auch nicht, wie in einigen anderen Ländern eine Übersterblichkeit an Atemwegserkrankungen auf. Die jetzt mehr sterbenden Menschen müssen dem Lockdown, nicht COVID-19 zugerechnet werden. (17) (18) Bei den obduzierten Toten (Hamburg) konnten wir erfahren, daß die Menschen eher mit statt an COVID-19 gestorben sind (13). Wir wissen auch seit spätestens Anfang April, daß der R-Faktor (kann erst ca. 2 Wochen später genau bestimmt werden) bereits vor dem Lockdown auf 1 gesunken war (offizielles Ziel des Lockdowns). Warum müssen wir dann immer noch mit Einschränkungen, Kontaktsperren, Schulschließungen… leben? Um was geht es hier?

 

Dann kommt immer die große Frage, was ist mit Italien, was ist mit New York…, die Gegenfrage, was ist mit Schweden (25) wird eher weniger gern gehört. Es wäre jetzt zu untersuchen, warum sind an bestimmten Orten so viele Menschen gestorben, woran sind sie gestorben. Die meisten pro Kopf der Bevölkerung waren es übrigens in Belgien (14). Es gibt Indizien dafür, daß es andere Ursachen für die Übersterblichkeitsraten in manchen Ländern gibt als das, was uns die Fernsehbilder glauben machen wollen. So ist z.B. in Norditalien ein Großteil des aus Südosteuropa stammenden Pflegepersonals vor den drohenden Grenzschließungen in die Heimatländer geflüchtet (eine regierungsamtlich erzeugte Panik), alte Menschen in Pflegeheimen und in Privatwohnungen waren auf einmal allein und wurden in Krankenhäuser gebracht, die wie Todesfallen wirkten. Es gibt auch Belege für gravierende Fehlbehandlungen: „Der massenhafte, überproportional häufige Tod von Covid-19-Patienten mit dunkler Hautfarbe und aus südlichen Ländern sowie in New York, London, Stockholm, Madrid, Paris, und anderen Städten und Ländern mit hohem Migrantenanteil ist offenbar auch Folge einer medikamentösen Fehlbehandlung. Betroffen sind Menschen mit einem speziellen Enzymmangel, der vor allem bei Männern auftritt, deren Familien aus Regionen stammen, wo Malaria endemisch war oder ist. Sie werden derzeit mit Hydroxychloroquin, einem für sie unverträglichen Medikament behandelt, das jetzt überall auf der Welt im Kampf gegen Covid-19 eingesetzt wird“ (Wolfgang Wodarg).

 

Neben Herrn Wodarg hat auch ein weiterer SPD-Genosse versucht, zur Aufklärung beizutragen und hat dafür auch von den Massenmedien den Aluhut aufgesetzt bekommen. Ich meine Oberregierungsrat Stephan Kohn aus dem BMI, der unter Mitarbeit externen Mediziner und Wissenschaftler eine Analyse des Corona-Krisenmanagments erstellte, welche ein verheerendes Fazit zieht (Kollateralschaden der Maßnahmen jetzt schon höher als der Nutzen) (19). Von seiner Arbeit ist er dafür freigestellt wurden.

 

Es gibt viele, die von den Maßnahmen weniger betroffen sind, sich keine existenziellen Sorgen machen müssen, den positiven Effekt für die Natur, die Erde sehen. Trotzdem bin ich erschrocken, wie unkritisch viele das betrachten, was um uns und mit uns passiert. Das das Aufwachen nicht mal erfolgt, wenn täglich zu erleben ist, was Kindern und Jugendlichen (20) oder älteren Menschen z.B. in Heimen derzeit angetan wird.

 

Freiheitsrechte sind noch nie von Herrschenden geschenkt wurden, mussten immer erkämpft werden. Ich habe mich frühzeitig positioniert und hinterfragt, wenn auch nur im privaten Umfeld. Ich erlebe eine gesellschaftliche Spaltung und das Klima wird immer vergifteter (wem nutzt das?) (21). Mittlerweile ist Verschwörungstheoretiker (ein Begriff aus dem Arsenal der Geheimdienste) schon eine Ehrenbezeichnung, wenn man anders denkt und nicht mit der Meute heult ((22). Übrigens wurden noch im Januar in den Massenmedien Menschen, die vor Corona warnten, als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Aber was interessiert mich der Schnee, den ich gestern schrieb oder sagte. Und was ist das eigentlich für eine Wissenschaftsvorstellung, daß nur eine Theorie, Meinung gilt, daß es keine Diskussionen darüber gibt. Das erinnert mich eher an die katholische Kirche des Mittelalters.

 

Wenn jetzt selbst Leute, die es besser wissen müssten, weil sie mich kennen, mich in eine rechte Ecke schieben, ist das lehrreich. Ich merke, wie schnell abweichende Meinungen in eine Schublade gesteckt werden, um sich nicht damit auseinanderzusetzen (egal ob aus Bequemlichkeit oder aus Angst, das das eigene Weltbild zusammenbrechen könnte, z.B das es hier demokratisch und rechtsstaatlich zuginge). Ich merke, daß ich an so etwas bis vor kurzem auch beteiligt war. Es ist einfach, Nazis raus zu rufen (wohin?). Es ist viel schwieriger, einen friedvollen Umgang zwischen uns allen auf diesem Planeten zu leben. Das heißt nicht, daß ich auf einmal rassistische Handlung oder Frauenverachtung toleriere, sondern, daß ich Menschen nicht von vorn herein in Feindbildern begegnen will. Es bleibt im Leben nicht aus, das ich in bestimmten Aspekten mit Menschen einer Meinung bin, die ich eher unsymphatisch finde. Sollte ich deshalb meine Meinung aufgeben? 2017 waren viele Lychener im Kreistag, um sich für bessere Busanbindungen einzusetzen. Auch die NPD-Vertreter stimmten dafür. Hätten wir deshalb auf die Busse verzichtet, wenn der Antrag durchgegangen wäre. Ist es nicht intellektuelle Armut, alles in ein plakatives Gut-Böse-Schema zu stecken? Auch ich habe nach der Landtagswahl mit 25% für die AFD in Lychen überlegt, wann der Zeitpunkt ist, hier wegzugehen. Aber es gibt keinen Ort mehr, wo wir hinkönnen. Wir müssen miteinander auskommen.

 

Ich erlebe eine gesamtgesellschaftliche Traumatisierung: Angst vor Viren, Krankheit, Tod, Abbau von Grundrechten, Existenzängste, allein und kontaktlos sterbende alte Menschen, eingesperrte Kinder (letztens in einen gerade wieder geöffneten Café ein ca. vierjähriges Mädchen auf dem Wege zur Spielecke, der Vater rief hinterher: achte auf die Abstände)…(23) Was geben wir diesen Kindern mit? Alles was lebendig ist, ist schlecht? Die sogenannten „Lockerungen“ (zum Arbeiten und Konsumieren) können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die „neue Normalität“ (digital und mit weitestgehend eingeschränkten kulturellen Leben) längst in Kraft gesetzt ist. Ich will das so nicht hinnehmen. Einige Menschen treffen sich sonnabends 15.30 Uhr unter dem Motto „Gesicht zeigen für das Grundgesetz“ auf dem GPG-Gelände (Wiese hinter der Kunstpause in Lychen), zum Gespräch, zum Schweigen, zum Spielen, zum Meditieren. Es ist ein Versuch, zusammenzukommen, eine Vorstellung von einer friedlichen und liebevollen Zukunft zu entwickeln und über Schritte dahin nachzudenken.

 

 

 

Thomas Held (2.6.2020)

 

 

 

(1) https://perspektive-online.net/2020/04/bundesregierung-erlaubt-12-stunden-schichten-alle-die-jetzt-systemrelevant-sind-sollen-also-verheizt-werden/

 

 

 

(2) https://www.heise.de/tp/features/USA-Es-regnet-Geld-4704501.html

 

 

 

(3) https://heilpraktikerinessen.net/2013/06/19/der-erreger-ist-nichts-das-milieu-ist-alles/

 

 

 

(4) https://www.rubikon.news/artikel/weltweiter-widerstand

 

 

 

(5) https://www.wodarg.com/

 

 

 

(6) https://de.wikipedia.org/wiki/Validierung_(Pharmatechnik)

 

 

 

(7) https://www.youtube.com/watch?v=Wg_lYmB1mC8

 

 

 

(8) https://docs.google.com/presentation/d/1M-tZ2rxnxv8vCMmX5NwuxeYnNBdfg3lOdZ3Z-rTWluQ/present#slide=id.g4292ae841725cfad_92

 

 

 

(9) https://www.rubikon.news/artikel/die-todesfalle

 

 

 

(10) https://www.heise.de/tp/features/Von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-Begruendung-der-Corona-Massnahmen-4709563.html

 

 

 

(11) https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-04-24-de.pdf?__blob=publicationFile

 

 

 

(12) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1783/umfrage/durchschnittliche-weitere-lebenserwartung-nach-altersgruppen/

 

 

 

(13) https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Rechtsmediziner-Pueschel-Angst-ist-ueberfluessig,pueschel306.html

 

 

 

(14) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1103785/umfrage/mortalitaetsrate-des-coronavirus-nach-laendern/

 

 

 

(15) https://www.youtube.com/watch?v=ZBotybTYxI8

 

 

 

(16) https://www.rubikon.news/artikel/profiteure-der-pandemie

 

 

 

(17) https://www.rubikon.news/artikel/die-todesfalle

 

 

 

(18) https://www.rubikon.news/artikel/die-fundamentale-desinformation

 

 

 

(19) https://www.ichbinanderermeinung.de/Dokument93.pdf

 

 

 

(20) https://www.nachdenkseiten.de/?p=61198

 

 

 

(21) https://www.nachdenkseiten.de/?p=61135

 

 

 

(22) https://www.nachdenkseiten.de/?p=60952

 

 

 

(23) https://infothek-waldkinder.atavist.com/auf-der-suche-nach-dem-anti-virus-covid-19-als-quantenphnomen-martin-winiecki?fbclid=IwAR34pnX3DR3t7Lns8WrI_RTsPS4QP-589y8owUUdoN6MJ3tL8L_Y9K9ZV0o

 

 

 

(24) https://www.rubikon.news/artikel/die-galionsfigur

 

 

 

(25) https://www.rubikon.news/artikel/haltet-den-dieb-3

 

Die Propaganda und Angstmache der öffentlichen Medien finde ich unerträglich. Zum Glück habe ich unabhängige Medien entdeckt, deren gute Arbeit mich sehr beeindruckt. Ich empfehle derzeit Rubikon, Swiss Propaganda Research, KenFM, die Corona-Videos von Dr. Bodo Schiffmann, die website von Dr. Wolfgang Wodarg...

 

Wiederbelebung der 50-Seen-Bahn?

 

Ende Winter 1996 – die Schließungspläne für die Bahnstrecke Fürstenberg-Templin waren gerade bekannt geworden – machte der Geschäftsführer des Fußgängerverbandes FUSS e.V. Bernd Herzog-Schlagk das Projekt Zukunft: Die „50-Seen-Bahn“ öffentlich.  Dieses beinhaltete, eine Regionalbahnlinie RB 64 von Berlin Lichtenberg über Oranienburg, Fürstenberg nach Templin zu führen, mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen. Damit wäre die Linie Fürstenberg-Templin direkt an Berlin angebunden (wie schon in der Historie). Von den Bahnhöfen dieser Strecke wären ca. 50 Seen fußläufig (max. 3km) zu erreichen. Der uckermärker Teil der Kleinseenplatte würde somit vor Berlins Haustür rutschen. Es wurde damals vorgeschlagen, daß Projekt vernünftig durch die einheimische Tourismusbranche und einen Bahnbetreiber zu vermarkten (BSB Brandenburger-Seen-Bahn GmbH).

 

In Lychen wehrte sich die SVV mit einem einstimmigen Beschluß gegen die damals drohende Streckenschließung. Insbesondere der Ökostadt e.V. setzte sich für das Konzept der 50-Seen-Bahn ein, publizierte darüber und führte einige Jahre eine demonstrative Radtour Berlin-Lychen-Berlin mit diesem Ziel durch.

 

Die Streckenstillegung, die Entwidmung derselben sowie deren Verkauf konnten nicht aufgehalten werden. Die damals bereitstehenden Mittel für die Streckensanierung waren nicht abgerufen worden. Mittlerweile gehört die Strecke der Erlebnisbahn.de GmbH, die darauf die Draisine betreibt. Dadurch liegen zumindest ein Großteil der Gleise noch.

 

Vor dem Hintergrund, daß der Landkreis Uckermark die Anbindung Lychens an den Bahnhof Fürstenberg deutlich verschlechtert hat und bisher keine Bereitschaft besteht, diese Verschlechterungen rückgängig zu machen, ist es nötig, über Alternativen nachzudenken. Noch nötiger wird das, wenn wir die drohende Klimakatastrophe vor Augen haben. Der Menschheit bleiben vielleicht noch 3 Jahre, um eine grundlegende Umsteuerung vorzunehmen und somit das Schlimmste zu verhindern. Alternativen liegen seit Jahrzehnten auf dem Tisch, im Bereich Verkehr haben gerade die deutschen Autokonzerne (die immer wieder auch die Chefs der DB AG stellen) bisher eine grundlegende Verkehrswende verhindert.

 

In anderen Bundesländern (z.B. Rheinland-Pfalz, Niedersachsen…) werden seit Jahren Bahnstrecken und Bahnhöfe reaktiviert. Es wird Zeit, daß Brandenburg seine Hausaufgaben macht. Die Grünen und die CDU im Landtag haben interessante Konzepte vorgelegt. Erstere haben ein Gutachten für landesbedeutsame Buslinien erstellen lassen. Eine der Linien (Neuruppin-Rheinsberg-Fürstenberg/Neustrelitz) könnte auch für uns interessant sein, wenn der Abschnitt Rheinsberg-Fürstenberg im Stundentag über Lychen bis Feldberg verlängert würde. Für die Linie 517 würde dann der Abschnitt Lychen-Templin reichen. Dies wäre eine kurzfristig realisierbare Alternative.

 

Die CDU hat eine Entwicklungsstrategie für den Schienenpersonenverkehr in Berlin und Brandenburg in Auftrag gegeben. Diese zielt in die richtige Richtung, nämlich die deutliche Verbesserung und Ausweitung desselben u.a. mit einem neuen Linienkonzept. Die Anbindung an die Zentren soll deutlich verbessert und die Taktung erhöht werden. Die Verwirklichung dieser Vorschläge würde eine wesentliche Verbesserung für viele Menschen in Brandenburg bringen. Allerdings haben wir wenig davon, für Fürstenberg soll es keine Verbesserungen geben, an das Thema Aktivierung von stillgelegten Strecken wurde sich überhaupt nicht gewagt. Eine 50-Seen-Bahn ermöglicht den Halbstundentakt zwischen Fürstenberg und Berlin. Aus Richtung Templin-Lychen wäre eine attraktive Anschlußgestaltung nach Richtung Neustrelitz in Fürstenberg möglich. Da ich öfters mal in Fürstenberg stehe, um Richtung Lychen zu trampen, habe ich eine Vorstellung davon, wie viele aus der Uckermark kommend Richtung Neustrelitz pendeln.

 

Eine 50-Seen-Bahn hat viele Hürden zu überwinden. So muß überhaupt die Möglichkeit bestehen, den Teilabschnitt zwischen Fürstenberg und Templin zurückzukaufen. Ein Planfeststellungsverfahren muß erfolgen, um die Strecke wieder für den Bahnverkehr zu widmen. Eine umfangreiche Sanierung mit dem Ziel Ausbau auf 80km/h und Reparatur zweier Brücken ist nötig. Hinzu kommen die Querungen zweier Bundesstraßen, die Bahnhofseinbindungen in Fürstenberg und Templin und der Neubau von Bahnhöfen bzw. Haltepunkten… Mit der in Aussicht stehenden Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Templin-Joachimsthal wäre eine geschlossene Streckenführung Berlin-Fürstenberg-Templin-Eberswalde-Berlin möglich, daß Projekt müsste dann allerdings 80- oder 100-Seen-Bahn heißen. Wie bekommen wir diese Vorstellungen in die Köpfe und dann in die Realisierung?

 

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche (Che Guevara).

 

T. Held (22.11.2017)

 



Notizen aus der Kommunalpolitik

 

 

 

Gerade komme ich wieder vom nahezu täglichen Bad an der geliebten Zensseebadestelle. Der Unterschied zu gestern: Nacktbaden ist seit heute (oder ab Zeitpunkt der Veröffentlichung der Badeordnung) dort und an fünf weiteren Badestellen in Lychen (Wurlgrund, Kastaven, Clanssee sowie beide Badestellen in Rutenberg am Großen Kronsee) verboten und soll mit Bußgeldern bis 500€ bestraft werden.

 

Doch von vorn, gestern fand die erste SVV im Zeitraum des Lockdown in der Turnhalle Lychen mit großen Abständen statt. Die Einleitungsworte vom Vorsitzenden Tobias Schween fand ich schon sehr irritierend. Es ging u.a. um die Stimmung in Lychen, die er als verbesserungswürdig ansah, in beispielhafter Aufzählung nannte er Artikel in der NLZ (womit wohl in erster Linie meine Notizen gemeint sind), die Sprayaktionen am Rathaus, Ratseck und weiteren Gebäuden sowie ein feministisches Plakat (ich kenne es nicht). Hier werden Grundrechte wie die Pressefreiheit mit einer illegalen Aktion in einen Topf geworfen.

 

10 Tage vor der SVV erhielten wir einen Großteil der Unterlagen, u.a. den TOP 12 mit dem Beschlußvorschlag und den Entwurf einer Strand- und Badeordnung. Dieser Entwurf wurde im Vorfeld nicht veröffentlicht, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt hatten nicht die Möglichkeit, diesen zu kennen. Soweit zum Demokratieverständnis von Bürgermeisterin und LTG-Fraktion, die nach anderthalbstündiger Diskussion, der Abschmetterung aller Änderungsanträge, der Appelle von Einwohnerinnen, der Ignoranz gegen die zahlreichen Argumente, die die Unausgegorenheit der Verordnung aufzeigten, sich mit 8 gegen 7 Stimmen (SPD, CDU, Schön hier) durchsetzten. Leider enthielt sich CDU-Abgeordneter Andreas Huth der Stimme, obwohl Rutenbergs Ortsbürgermeister Rönnebeck (die Diskussionen um das Nacktbaden finden bisher soweit bekannt ausschließlich in Rutenberg statt) auf dessen Frage nach dem Nutzen dieser Verordnung diese als nicht hilfreich und problemlösend empfand.

 

Mit einer weiteren Neinstimme wäre die Verordnung nicht beschlossen worden, damit war die Chance vertan, diese Verordnung gemeinsam zu überarbeiten.

 

Auf die Frage, warum jetzt ein spezifisch Rutenberger Problem auf die ganze Stadt ausgeweitet wird, äußerte die Bürgermeisterin, bei ihr wären auch Beschwerden wegen Nacktbaden an anderen Badestellen eingegangen. Ich halte diese Aussage für unglaubwürdig, denn nie in den vergangenen 6 Jahren gab es diesbezüglich einen Hinweis der Bürgermeisterin an die Stadtverordneten.

 

Ist es eine Ironie der Geschichte, daß gerade die Bürgermeisterin oder Stadtverordnete der LTG, die in der vergangenen Legislaturperiode für die Privatisierung der Zensbadestelle waren (K.Kohloff, T.Schween), jetzt einen Teil der Leute, die die öffentliche Badestelle für alle erkämpft haben, an der Nutzung derselben hindern wollen? Seit vielen Jahren kümmern weitere Nacktbader und ich sich um diese Badestelle, beräumen Müll, sorgen für Gestaltung, Bänke. Gerade hat die BI Zenswanderweg der Stadt Geld für ein neues Spielgerät gespendet.

 

Werte Frau Bürgermeisterin, Ihre neue Verordnung wird mich nicht davon abhalten, weiter nackt zu baden, wie schon die letzten 20 Jahre im Regelfall am Zenssee, manchmal am Kronsee, seltener am Clans- oder Kastavensee. Ich werde auch kein Bußgeld bezahlen und wenn es sein muß, einer rechtliche Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gehen. Sie sind für alle Bürger/-innen dieser Stadt gewählt, nicht nur für eine (vermeintliche) Mehrheit. Spätestens als sich auf der Versammlung zeigte, daß diese Verordnung so heftig umstritten ist, hätten Sie diese zurückziehen müssen zu einer weiteren Überarbeitung. Auf meine mehrfach wiederholte Frage, wo denn die von ihnen gepriesenen alternativen Seezugänge für Nacktbader sind, blieben sie die Antwort schuldig. Am Kron- und am Clanssee gibt es keine. Am Zenssee gibt es weitere Einstiege ins Wasser, allerdings ohne Wiese. Aus Rutenberg kam auf der SVV der Vorschlag, daß FKK am Stiepensee ermöglicht werden sollte, statt dem drittklarsten See der Uckermark einen durch Geflügelhaltung in der DDR stark eutrophierten und verkrauteten See, das ist keine Alternative..

 

Liebe Nacktbadefreunde, ich weiß, die meisten von uns sind sehr naturverbundene Menschen, im Regelfall tolerieren wir Leute mit Badekleidung in unseren Umfeld, auch wenn der Anblick nicht immer schön ist. Aus Respekt und Toleranz meiden die meisten von uns größere Ansammlungen von Menschen mit Badebekleidung. Wir sind eine große Minderheit (?) der einheimischen Bevölkerung als auch unserer Gäste. Wir sind Junge und Alte, Familien, Kinder. Wir haben uns bis jetzt in Ecken und Randzeiten drängen lassen. Die seit langen geäußerten Wünsche nach einer FKK-Badestelle in Lychen wurden ignoriert. Es ist an der Zeit, daß wir für unsere Freiheitsrechte einstehen. Die Bürgermeisterin hat gestern geäußert, wir können überall baden, nur nicht an den genannten sechs Stellen. Vielleicht sollten wir in der Innenstadt präsent werden. Es gibt viele Stege an Schäferwiese und Oberpfuhlpromenade, von denen aus wir baden können, es gibt am Nesselpfuhl gegenüber der Kita eine Einstiegsstelle, am Stadtsee das GPG-Gelände… Vielleicht ist es Zeit für eine Vereinigung der FKK-Freunde Lychens, für die erste Nudistendemo, für die Forderung nach Umwidmung vorhandener Badestellen für Freikörperkultur (selbstredend werden wir tolerant gegenüber Höschenträgern sein). Und vergesst nicht, Freiheitsrechte gibt es nicht geschenkt, bei Nackten können keine Personalien aufgenommen werden, sie dürfen auch nicht fotografiert werden. Es wird sehr schwierig für die Verwaltung werden, eine Ordnungswidrigkeit zu belegen. Leistet zivilen Ungehorsam, widersetzt Euch der Verordnung. Lychen scheint in schwierigen Zeiten keine anderen Sorgen zu haben, daß es zu Saisonbeginn einen Kleinkrieg gegen Nacktbader/-innen und Hundehalter/-innen eröffnet.

 

Liebe Freunde der textilen Bademoden, ich weiß, daß die meisten von Euch ähnlich tolerant sind wie wir. Ich bitte Euch, setzt auch Ihr Euch dafür ein, daß wir weiter friedlich gemeinsam baden können.

 

Welches Rechtsverständnis einige haben, zeigte sich in einer anderen Szene auf der SVV. Zweimal gab es aus Reihen der LTG die Äußerung, ein Stadtverordneter von Schön hier hätte jemand von einen öffentlichen Steg geschmissen. Vorsitzender T. Schween unterband allerdings den Versuch der Aufklärung dieser Falschaussage durch Helmut Bergsträsser. So hole ich das hiermit nach. Helmut beobachtete von seinen gegenüberliegenden Haus, wie ein Auto mit Bootsanhänger über die Schäferwiese fuhr, dann rückwärts durch den Schilfgürtel in den See, um das Boot abzusetzen. Dabei fuhr sich das Fahrzeug fest. Helmut ging hin und wies den Autofahrer auf die Rechtsverstöße hin – ein Verhalten von Zivilcourage, welches ansonsten immer eingefordert wird. Und natürlich hat er niemand von einem Steg geschmissen. Fahrzeuge auf dem Kinderspielplatz Schäferwiese und Störung und Zerstörung von naturschutzrechtlich gesicherten Uferzonen scheinen für einige aus der LTG Grundrechte zu sein, während sie die in Deutschland nicht verbotene Nacktheit bekämpfen. Bei diesen Erlebnissen tut mir Lychen überhaupt nicht gut.

 

 

 

Thomas Held (26.5.2020)

 

 

Notizen aus der Kommunalpolitik

 

 

 

Hafengeländeentwicklung

 

 

 

In der Sonderstadtverordnetenversammlung am 10.2. lagen uns zwei Anträge zur Pacht der Postablage vor, von H&R Stadthafen UG (bisheriger Betreiber) und von Aquare Charter GmbH (BunBo). Nach den ganzen Diskussionen im Vorfeld, insbesondere auf der Dezember-SVV verwunderte mich etwas, das es auf dieser Sitzung keine Diskussion gab. Die Mehrheit stimmte für Aquare Charter GmbH. Ich stimmte beiden Anträgen zu, weil mir wichtig war, daß wir überhaupt für das kommende Jahr einen Betreiber haben.

 

Beim folgenden Bauausschuß (ohne meine Teilnahme) und dem Hauptausschuß am 2.3. gab es intensive Diskussionen um einen SPD-Antrag, in dem es um weitere Schritte zur Umsetzung des Hafenbeschlusses vom Dezember geht. Insbesondere schlug die SPD einen Gestaltungswettbewerb vor. Der Bauausschuß empfahl mit den Stimmen von SPD, CDU und Schön Hier diesen Antrag. Im Hauptausschuß wurde der Antrag nach heftigen Diskussionen zurückgestellt. Nach meinen Dafürhalten wollen zwar alle ein ähnliches Vorgehen, aber Mißverständnisse und Mißtrauen prägten den Austausch. Eigentlich müssten wir zusammenkommen, um eine vertrauensvolle Basis zu finden, was ja nun erst mal in den jetzigen Zeiten schwierig ist. Die LTG hatte die Meinung, daß SPD und Schön Hier mit diesen Antrag die Basis des gemeinsamen Dezemberbeschlusses verlassen würden, dabei bezieht sich der SPD-Antrag ausdrücklich auf diesen Beschluß, es ging um einen Weg der Umsetzung desselben. Ein Thema war der Zeitpunkt der Bürgerbeteiligung. Auf Drängen der LTG wurde diese an den Anfang gesetzt, die geplante SVV (16.3.) sollte mit einer Einwohnerversammlung gekoppelt werden, um die Anregungen der Bürger/-innen aufzunehmen. Diese fiel wie alle folgenden Sitzungen Corona zum Opfer. Somit bleibt vorerst unklar, wann und wie es weitergeht.

 

Immerhin führten die Diskussionen dazu, daß für mich die Pläne der LTG nicht mehr im Dunkeln blieben – so mein Satz in den letzten Notizen. Sie plädieren für eine Bürgerbeteiligung als ersten Schritt und für eine öffentliche Ausschreibung der Postablage. Im Hauptausschuß hatte mich Sven Herwig (LTG) vermutlich vor allem wegen oben genannten Satzes heftig angegriffen. Ich habe darauf nicht reagiert, da ich meine zwei Monate zuvor geschriebenen Aussagen nicht mehr im Kopf hatte. Eine Lehre für mich ist, daß ich künftig immer die letzte NLZ auf Sitzungen dabei habe, um auch Dinge klarstellen zu können.

 

 

 

Weitere Neuigkeiten

 

 

 

Auf der Sonder-SVV wurde neben dem neuen Haushalt auch das Bürgerbudget beschlossen, welches ab 2021 realisiert werden soll. Das Ende der Antragstellung lag bereits vor Erscheinen dieser NLZ. Es bleibt zu hoffen, daß sich viele Bürger/-innen beteiligt haben. Beschlossen wurde auch die Kulturförderung für 2020. Vielleicht kann ja doch die eine oder andere Veranstaltung realisiert werden.

 

Die ab April geplanten Ortsbegehungen sind vorerst abgesagt. Wir können jetzt noch nicht sagen, wie lange die grundlegenden Einschränkungen unseres Lebens gelten. Was absehbar ist, dass bei einer wesentlich vom Tourismus geprägten Stadt wir mit starken Folgen für die einzelnen Unternehmen, aber auch den kommunalen Haushalt zu rechnen haben.

 

 

 

Corona und Grundrechte

 

 

 

Derzeit sind wesentliche Grundrechte eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt, so z.B. Art. 8 (Versammlungsfreiheit), Art. 4 (Religionsfreiheit), Art. 11 (Reisefreiheit) Art.12 (Berufsfreiheit)… Große Teile der Bevölkerung tragen diese Einschränkungen mit, um die von der WHO ausgerufene Pandemie zu besiegen. Es gibt auch Stimmen, die aus medizinischer oder rechtlicher Sicht das Vorgehen kritisieren. Anstatt darüber öffentlich und nachvollziehbar zu diskutieren, wird sogar die Einschränkung der Pressefreiheit (Art. 5 GG) erwogen. Aus der Vergangenheit wissen wir, daß Krisen von Regierungen genutzt werden können, um Rechte dauerhaft zu beschneiden (siehe z.B. zur Zeit Ungarn). Achten wir also alle mit darauf, daß unsere Grundrechte so bald wie möglich wieder hergestellt werden.

 

 

 

Die Wiederentdeckung des blauen Himmels

 

 

 

Jede Krise birgt eine Chance in sich. Ich glaube, den meisten Menschen ist klar, daß wir den Planeten Erde an die Wand fahren, wenn wir so weitermachen wie bisher. Nun können wir erleben, daß auch radikale Änderungen in kurzer Zeit möglich sind. Ohne die Abgase des überhand genommenen Flugverkehrs ist der Himmel endlich wieder blau und streifenfrei, am Nachthimmel sind Sterne zu entdecken, die lange Zeit nicht zu sehen waren. Es wäre fatal, wenn nach Corona alles wieder so wäre wie zuvor. Die jetzt sich ausbreitende Solidarität der Menschen, die Entschleunigung des Lebens können dazu beitragen, uns zu besinnen, welche Werte uns wirklich wichtig sind. Wie wollen wir zukünftig miteinander leben, miteinander umgehen, wie wollen wir mit den Tieren, Pflanzen, Dingen, die uns umgeben, umgehen, sehen wir uns wieder als Teil der Natur, solche Fragen stehen im Raum und warten auf unsere Antworten.

 

In diesem Sinne: passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

 

 

 

Thomas Held (25.3.2020)