Lychen-Nachrichten
Auf dieser Seite sollen regelmäßig aktuelle Nachrichten über Lychen stehen, insbesondere Nachrichten vom Aktionsbündnis Stadthafen. Diese Bürgerinitiative hat sich im Frühjahr 2010 bei Auslage der Pläne zum Stadthafen formiert. Ein eigener Entwurf eines Wasserwanderliegeplatzes wurde im Mai 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Termine:
12.03. 18 Uhr Hauptausschuß Altes Kino02.04. 19 Uhr SVV Altes Kino
Information von SVV 13.2.2012
Auf der SVV am 13.2.12 wurde von den Abgeordneten mehrheitlich
beschlossen (8 Ja, 5 Nein, 3 Enthaltungen), vorgestellte
Planänderungen zum Hafen ausarbeiten zu lassen und beim LUGV
einzureichen. Selbst der anwesende Planer Herr Ruhe mußte
zugeben, daß diese Variante mit den nur noch maximal vorhandenen
1,9 Mio € nicht realisierbar ist. Somit wird mit diesem
Beschluß sprichwörtlich Geld zum Fenster rausgeschmissen.
Und dies geschieht vor dem Hntergrund der desolaten Haushaltslage der
Stadt. Es war gestern auch zu erfahren, daß jedes Jahr im
Haushalt 200.000€ fehlen und dringende Erhaltungsmaßnahmen
(z.B. bei der Schule) gestrichen werden sollen. Allerdings nahm Herr
Ruhe mit der Falschaussage, beim Nutzen des alten Parkplatzes
müßte die Entwässerung nach oben gepumpt werden, obwohl
es im Gefälle möglich ist, positiven Einfluß auf den
Beschluß.
Mehr als 30 Leute aus Lychen und Umgebung sind in den letzten Monaten
in den NABU (Naturschutzbund)eingetreten. Angeführt von Herrn
Tänzer sind die meisten als Hafenbefürworter bekannt. Viele
von Ihnen, darunter die 2 SVV-Abgeordneten Fischer und Schache,
positionierten sich öffentlich für den Hafen in der
Stadtvariante und vor allem gegen Naturschutz. Auch das wurde gestern
in der Bürgerfragestunde zum Thema. Auf Fragen, ob sie ihre
Meinung zum Hafen geändert haben, jetzt für eine kleinere
Variante eintreten, welches der Zweck ihres NABU-Eintrittes ist,
bezogen die genannten Abgeordneten keine Stellung. Sollten die
Befürchtungen im NABU wahr werden, daß wegen der
NABU-Position zum Hafen eine Art Putschversuch durch diese
Neumitglieder geplant ist, ist den Abgeordneten ob dieses
Demokratieverständnisses anzuraten, schnellstmöglich
Konsequenzen zu ziehen. Denn hier bahnt sich ein richtiger Skandal an.
T. Held 14.2.12
Pressemitteilung
Planänderungen Stadthafen Lychen
Auf der
Bauausschußsitzung am 18.1.2012 wurden durch BM Klemckow
Änderungsideen der Stadt bei der Hafenplanung vorgestellt (TZ
berichtete). Wir begrüßen diese Vorschläge als einen
Schritt, der einige Konfliktlinien entschärfen kann. So verbessert
sich durch die Verlegung der Hafeneinfahrt die Situation der
unmittelbaren Anrainer. Der Wegfall des Gebäudes auf der Mole
trägt zur Erhaltung des Stadt- und Landschaftsbildes und zum
Vogelschutz bei. Andere Konfliktthemen wurden von der Stadt in den
Vorschlägen leider nicht aufgegriffen. Beispielhaft zu nennen sind
die Notwendigkeit des Hafenbeckens, der nicht nachgewiesene Bedarf
für einen Hafen in dieser Größe, die Lage des
Parkplatzes, die mangelhafte Untersuchung nach der
Wasserrahmenrichtlinie...
Völlig
unverständlich bleibt für uns, warum die von der Stadt beim
Erörterungstermin zugesagten bekannten und dokumentierten
Nacharbeiten (Erledigungsfrist max. 4 Wochen) bis heute – also 11
Monate später noch nicht eingereicht worden sind. Dadurch wird das
Planfeststellungsverfahren ausgebremst. Und weshalb trotzdem bisher 280
Rechtsanwaltstunden das Stadtsäckel belasten, obwohl die
eigentliche Arbeit nicht getan wurde, bleibt
erklärungsbedürftig. Ebenso unverständlich bleibt, warum
die Stadt angesichts der klammen Finanzlage nicht zuallererst den
preiswertesten Weg geht, nämlich sich zusammensetzen mit den
Einwendern, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.
Das
Haushaltssicherungskonzept der Stadt Lychen erfordert wesentliche
Sparmaßnahmen. Laut Finanzausschuß stehen nur noch
Eigenmittel für einen 1,9 Mio € teuren Hafen zur
Verfügung (vorher 2,9 Mio €). Die Aufgabe, etwa ein Drittel
der Kosten einzusparen, ist mit den bisherigen
Änderungsvorschlägen noch nicht gelöst.
Aktionsbündnis Stadthafen, 26.1.2011
Tourismusverein - neuer Vorstand
Jana Thum, Diplom-Betriebswirtschaftlerin im Unternehmen „Treibholz“ als Vorsitzende, Marina Braatz, Inhaberin des Naturcampingplatzes Rehberge, Sara Cato, Vermieterin LychenHouse, Carla Kniestedt, Vorsitzende des Vereins „Wasser auf die Mühle und Christian Blank, Fischer sind am 18.1.2012 auf einer Wahlversammlung zum neuen Vorstand des Lychener Tourismusvereins gewählt wurden. Herzlichen Glückwunsch!
Bauausschußsitzung 18.1.12
Auf der heutigen Sitzung mit umfangreicher Tagesordnung wurden vom BM
die von der Stadt (ohne Hinzuziehung des Planungsbüros)
angedachten Änderungen zur Hafenplanung vorgestellt. Sie
beinhalten die Westverschwenkung der Hafeneinfahrt, so daß die
Boote nicht mehr vor sondern parallel zur Grundstücksgrenze Rensch
anfahren. Weiterhin ist die Verkürzung und teilweise
Verschmalerung der Mole sowie der Wegfall des vorderen (auf dem Wasser
stehnden) Gebäudes angedacht. Die Probleme mit der Einfahrt, dem
Vogelschlag sowie der Änderung des Landschaft- und
Stadtbildes betreffend ist diese Variante eine deutliche Verbesserung
zur ursprünglichen Planung. Andere Probleme bleiben
unberührt, so die Finanzlage, die Sinnhaftigkeit des Hafenbeckens,
die Lage des Parkplatzes, der fehlende Bedarf und die damit verbundene
Überdimensionierung...
So versuchten die Ausschußmitglieder Michaela Ambellan und Uwe
Ruhnau unermüdlich, eine anderen Vorgehensweise anzumahnen.
Nämlich zuerst den möglichen Finanzrahmen abzustecken
und daran dann die Planung auszurichten. Die Reaktionen darauf
würde ich schon als Mobbing bezeichnen. Immerhin gab es die
schnell untern Tisch gefallene Aussage vom Finanzausschuß,
daß das Haushaltssicherungskonzept statt 2,9 Mio €
eigentlich nur 1,9 Mio € hergibt. Daraus resultiert, daß die
jetzt mehrheitliche Befürwortung der vorgestellten
Planänderung nur weiteres umsonst herausgeschmissenes Geld
bedeutet. Denn diese geringfügigen Änderungen machen den
Hafen zwar vielleicht genehmigungsfähiger, aber bringen kaum
Geldersparnis (das Baufeld, welches wegfällt, war nicht in der
Planung). Da bleibt die Frage an die Beteiligten: Wissen Sie wirklich,
was sie da tun?
Zumal auch bekannt wurde, daß der Anwalt der Stadt mittlerweile
280 Stunden in Rechnung stellte. Stapeln wir tief, gehen wir davon aus,
daß er nur 150€ die Stunde erhält, dann hat
dieses Vorgehen der Stadt mittlerweile mit 42000€ den Haushalt
belastet. Es wäre ja zu billig, sich mal mit Betroffenen,
Einwendern, NaBu an einen Tisch zu setzen und eine gemeinsame
Lösung zu suchen.
Meine Fragen, warum nach 11 Monaten die Stadt immer noch nicht die
terminlich zugesagten Nacharbeiten beim Verfahrensführer abgegeben
hat (es geht um 10-15 Punkte, die binnen 2, teilweise binnen 4 Wochen
nachgereicht werden sollten), wurden mit Schuldumkehr beantwortet. Sie
wußten ja nicht, was sie tun sollten, daß Protokoll ist ja
noch nicht da (das war auch nicht nach 2 oder 4 Wochen geplant), das
Landesamt verschleppt das Verfahren. Anstatt die Hausaufgaben zu
machen, so das Verfahren voranzutreiben, wurde sich direkt beim
Ministerpräsidenten über die Verfahrensführerin
beschwert – ein klassisches Eigentor.
Wieso wissen die Leute, die bei der Erörterung dabei waren
und/oder die das Wortprotokoll gelesen haben, was zu tun ist, nur die
Verantwortlichen nicht?
Da drängt sich mir der Eindruck auf, das Hafenprojekt wird vor die
Wand gefahren, obwohl alle beteuern, wie wichtig ihnen das ist. Diese
Geldvernichtung ist grotesk.
Thomas Held 18.1.12
Im Februar 2011 fand der zweitägige Erörterungstermin im Rahmen des Planfeststellungsverfahren statt. Daraus ergaben sich folgende Fragen:
Wissen Sie,
- daß das Aktionsbündnis auch für einen Stadthafen an
diesem Standort ist- nur in kleinerer angepaßter Dimension?
- daß man einen Wasserwanderliegeplatz/ Stadthafen auch
für 300-500000,- € statt für 2,9 Mio bauen kann?
- daß die Notwendigkeit der Dimension des geplanten
Stadthafen (Mole von 25 m Breite und 60 m Länge, sowie 3
stöckige Bebauung der Mole mit 1-3 Häusern) beim
Erörterungstermin (EÖT) in Frage gestellt wurde?
- daß zum Erörterungstermin (EÖT) die Prognose
eines Bedarfs von 60 Booten und damit die Planungsgrundlage nicht
schlüssig nachgewiesen werden konnte?
- daß die Stadt nachweisen muß, warum die Bäume
im Planungsgebiet vor der Umweltverträglichkeitsstudie
gefällt wurden?
- daß bestehende Gutachten zur Qualität der Lychener
Gewässer nicht berücksichtigt wurden und nun in die
Nacharbeiten einfließen müssen?
- daß für den Ausgleich der Eingriffe am Boden
(Ausbaggern des Hafenbeckens und an Baumfällungen (für den
Parkplatz ) teure Ausgleichmaßnahmen erforderlich sind ?
- daß die Vertreterin der Genehmigungsbehörde
Unverständnis geäußert hat, daß bei einem so
großen Eingriff in Stadtansicht und Landschaftsbild keine
Simulation bzw. ein Modell gemacht wurde?
- daß um das bestehende Projekt durchzudrücken, teure
Nacharbeiten gemacht werden müssen- zum Bsp. teure Simulation ca.
5000 € , Gutachten etc. und dann die Realisierung dennoch nicht
sicher ist?
- daß im Erörterungsverfahren durch Rechtsanwalt
Heinz empfohlen wurde, daß die Vertreter der Stadt mit dem
Aktionsbündnis ins Gespräch kommen sollten, um einen
Kompromiß zu finden?
- daß nicht nur die Anlieger des Stadtsees Angst haben,
daß die schöne Ansicht der Stadt vom See aus (und auch vom
Kirchturm) für immer zerstört wird mit dem
überdimensionierten Hafen?
- daß für die unmittelbaren Anlieger das Baden und
Angeln durch z.T. 10 m am Ufer vorbeiführende Fahrrinne stark
beeinträchtigt sind und damit in Kauf genommen wird, daß
Vermietungsbetriebe wirtschaftlich geschädigt werden?
- wie die Innenstadt von Lychen belebt werden soll, wenn kein Geld
in der Kasse ist für Gewerbeansiedlungsinitiativen,
Begrünungs-, Tourismus-, Stadtentwicklungskonzeptkonzepte bzw.
deren Umsetzung, stadtbildverschönernde Maßnahmen,
Bänke, Spielplätze?
- wie sich der Haushalt der Stadt gestaltet, wenn die Baukosten
höher werden als geplant (was bei Baumaßnahmen aus Erfahrung
immer passiert – z. B. sind für archäologische
Erkundungen nur 5000,-€ vorgesehen).
- daß die Fläche der Mole und der Anliegeplatz der
Möwe durch die Stadt käuflich erworben werden und damit
später auch die Kosten für die Erhaltung des Gewässers
übernommen werden müssen?
- daß auch das regelmäßig notwendige Ausbaggern
des Hafenbeckens und andere Betriebskosten den Haushalt der Stadt
belasten werden?
Wollen Sie so weitgreifende Eingriffe in Stadtansicht, Landschaftsbild, Natur und Haushalt der Stadt mitverantworten ?
Lassen Sie uns miteinander eine gute Lösung finden für einen
Stadthafen, der zu Lychen und seinem Haushalt paßt und noch
finanzielle Reserven läßt für andere Investitionen in
der Stadt!
Aktionsbündnis Stadthafen c/o Haus Vogelgesang
Spendenkonto: Aktionsbündnis, K.-nr: 40 000 78 009 BLZ 170 560 60, Sparkasse Uckermark
Interessantes zum Weiterlesen findet sich auch auf dem Blog des Lycheners Joachim Hantke - einfach mal nach Stadthafen suchen